Bohnen anbauen im Garten

grüne Bohnen
Bohnen anbauen ist recht einfach! - Foto: © Jessmine

Bohnen gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten des Gärtners. Ihr Anbau erfordert kaum Vorkenntnisse und reiche Ernten sind bei einem gut gewählten Standort zu erwarten. Ob Buschbohnen oder Stangenbohnen angebaut werden, richtet sich ganz nach dem persönlichen Geschmack des Hobbygärtners und dem Platz, der im Garten dafür zur Verfügung steht.

Tipps für den Anbau von Bohnen

Auf den folgenden Seiten finden Sie viele Tipps und Infos über den Anbau von Bohnen im Garten. Was ist bei der Pflege zu beachten und wie kann man die geernteten Bohnen zubereiten?

Bohnensorten

Die Anzahl der verschiedenen Bohnensorten ist kaum überschaubar. Grüne, gelbe oder violette Bohnen, Buschbohnen, Stangenbohnen oder Prunkbohnen werden auf dem Markt angeboten. Die Auswahl richtet sich nach dem späteren Verwendungszweck. Je nach Sorte werden sie mit der Schote verarbeitet oder nur die Samen aus der Hülse zum Trocknen geerntet. Buschbohnen werden in Reihen gezogen, sie lassen sich bei günstiger Witterung sogar zweimal in der Saison aussäen. Für Stangenbohnen werden Rankhilfen benötigt. Da Bohnen sehr hoch wachsen können, sind hohe, schräg gegeneinandergestellte Stangen gut geeignet. Beliebte Buschbohnensorten sind "Duplika", die sehr lange Hülsen entwickelt und früh geerntet werden kann, oder "Golddukat", an der gelbe Schoten reifen. Prunk- oder Feuerbohnen werden wegen ihrer schönen farbigen Blütenstände auch als Gartenschmuck gern genommen. Eine interessante Stangenbohnensorte ist "Blauhilde", deren bläuliche Schoten erst beim Kochen ihre grüne Farbe erhalten.

Bohnen anbauen

Bohnen am Strauch
Grüne Bohnen im Garten - Foto: © ecobo

Bohnen werden grundsätzlich erst ab Mitte Mai ins Freiland gelegt, wie das Säen von Bohnen genannt wird. Dabei werden in einem Abstand von 40 Zentimetern jeweils vier bis sechs Bohnen in ein kleines, höchstens drei Zentimeter tiefes Loch, den sogenannten Horst, gelegt und mit etwas Erde bedeckt. Werden die Bohnen in Reihen gezogen, ist ein Abstand von mindestens 40 besser 60 Zentimetern zu empfehlen. Der Boden sollte zuvor gut gelockert und mit etwas Komposterde gemischt werden. Bohnen haben keinen hohen Nährstoffbedarf, deshalb können auch ausgelaugte Böden gute Erträge erzielen. Durch ihre stickstoffreichen Wurzeln dienen Bohnen sogar der Bodenverbesserung. Der Standort sollte sonnig aber etwas windgeschützt sein. Regelmäßiges Gießen ist wichtig, Staunässe sollte dabei vermieden werden. Sobald Buschbohnen eine Höhe von circa 10 Zentimetern erreicht haben, sollen sie angehäufelt werden, das heißt, dass etwas Erde über den Wurzelbereich gegeben wird, um die Standfestigkeit zu erhöhen. Düngen ist meist nicht notwendig, allenfalls kann ein- oder zweimal etwas Kompost gegeben werden.

Bohnen mit anderen Pflanzen kombinieren

Bohnen mögen die Gesellschaft mit anderen Pflanzen. Tomaten oder Bohnenkraut sind gut geeignet, auch Rosenkohl oder Grünkohl sind gute Nachbarn. Mit anderen Hülsenfrüchten wie Erbsen vertragen sie sich allerdings nicht. Eine uralte Anbauform ist die Kombination von Mais, Bohnen und Kürbis. Dabei bedeckt der Kürbis den Boden und die Bohnen können sich an den Maisstängeln emporranken. Diese Form des Anbaus wird noch heute von den Indianern gepflegt und ist auch für deutsche Gärten sehr gut geeignet. Geerntet wird die Bohne nach circa zehn Wochen. Bei Bohnen, deren ganze Schote verwendet werden soll, sorgt häufiges Pflücken für besonders hohe Erträge. Bis zum Einsetzen des Frostes können Bohnen regelmäßig geerntet werden. Ein paar Bohnen sollten solange am Strauch verbleiben, bis sie überreif sind. Die Samen lassen sich dann im nächsten Jahr als Saatgut verwenden.

Auf Schädlinge und Erkrankungen achten

Obwohl Bohnen an einem gut gewählten Standort sehr widerstandsfähig sind, können Schädlinge und Erkrankungen die ganze Ernte vernichten. Eine gefürchtete Viruserkrankung ist das Bohnenmosaikvirus, das die Pflanze zum Absterben bringt. Beim Auftreten müssen die Bohnen entfernt und entsorgt werden. Keinesfalls dürfen befallene Pflanzen auf den Kompost. Zu den gefährlichsten Schädlingen gehört die Bohnenblattlaus. Sie lässt sich mit etwas Glück durch Brennnesseljauche entfernen. Durch das Anpflanzen von Tagetes oder Ringelblumen lässt sich der Schädling begrenzt fernhalten. Ein jährlicher Wechsel des Standorts ist zur Schädlingsbekämpfung ebenfalls ratsam.

Bohnen niemals roh verzehren!

Bohnen finden in der Küche vielfache Verwendung. Allerdings dürfen sie niemals roh verzehrt werden, da sie einen giftigen Inhaltsstoff, das Phasin, enthalten. Sie müssen deshalb immer auf mindestens 70 Grad erhitzt werden, da das Phasin so zersetzt wird. Verwendet werden sie in Eintöpfen, als Gemüsebeilage oder in Salaten. Zum Einfrieren oder Einkochen sind Bohnen ebenfalls sehr gut geeignet. Sollen die Bohnensamen getrocknet werden, müssen sie aus den Hülsen gelöst und an einem warmen, trockenen Ort aufbewahrt werden.

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