Erbsen anbauen im Garten

frische Erbsen
Erbsen anbauen ist recht einfach!
Foto: © luntra

Erbsen gehören zu den vielseitigsten Gemüsen, die die Sommersaison zu bieten hat. Die leckeren Hülsenfrüchte lassen sich roh und gekocht genießen. Besonders zart und süß schmecken sie, wenn sie frisch aus dem eigenen Garten kommen. Die Erbse ist anspruchslos in ihren Bedürfnissen. Gerade für den unerfahrenen Gärtner ist der Anbau einfach und verspricht schnelle Erfolge.

Tipps zum Anbau von Erbsen

Auf den folgenden Seiten finden Sie viele Tipps und Infos über den Anbau von Erbsen im Garten. Was ist bei der Pflege zu beachten und wie kann man Erbsen zubereiten?

Erbsensorten

Erbsen werden in drei verschiedene Hauptsorten unterteilt. Dazu gehören die Markerbsen, die möglichst frisch auf den Tisch kommen sollten. Palerbsen oder Schalerbsen dagegen lassen sich länger aufbewahren. Sie werden aus der Hülse gelöst und getrocknet. Zuckererbsen oder Kaiserschoten sind die edelsten Erbsensorten. Sie werden mit der Schale gekocht und schmecken auch frisch vom Strauch zart und süß. Über 80 verschiedene Erbsensorten sind bekannt. Einige davon eignen sich besonders gut für den Anbau im Garten. Die "kleine Rheinländerin" ist eine besonders beliebte Palerbse, weil sie nicht so hoch rankt wie andere Arten. Die Markerbse "Adriana" wird vor allem wegen ihrer feinen, sehr süß schmeckenden Früchte geschätzt, wohingegen "Moni" eine sehr reiche Ernte verspricht. Bekannte Zuckererbsensorten sind "Ambrosia" oder "Schweizer Riese".

Erbsen anpflanzen

Erbsen am Strauch
Erbsen im Garten
Foto: © nadin333

Die Aussaat aller Erbsensorten beginnt bereits Mitte März bis Mitte April. Der Boden wird zuvor tiefgründig gelockert und mit Kompost gedüngt. Erbsen vertragen keine Staunässe, deshalb ist ein sonniger, gut belüfteter Standort wichtig. Als Rankpflanzen brauchen Erbsen eine Rankhilfe. Ein kleines, aufgespanntes Netz, Maschendraht oder einfache in den Boden gesteckte Hölzer sind ausreichend. Die Rankhilfe wird am zweckmäßigsten vor dem Säen in der Mitte der Saatreihe angebracht. Anschließend werden die Samenkörner auf beiden Seiten mit einem seitlichen Abstand von ungefähr fünf Zentimetern und einem Reihenabstand von 20 Zentimetern leicht in den Boden gedrückt und vorsichtig mit etwas Erde bedeckt. Zum Schutz vor Vögeln kann ein Netz sinnvoll sein, bis die Pflänzchen sich entwickelt haben.

Pflege der Erbsen

Gedüngt werden sollten die schnell wachsenden, anspruchslosen Erbsen allenfalls mit etwas Kompost, notwendig ist das meistens allerdings nicht. Von chemischen Düngern ist abzuraten, da sie den Geschmack der Erbsen negativ beeinflussen. Gegossen werden sollte regelmäßig aber sparsam. Nur bei großer Trockenheit brauchen die Erbsen etwas mehr Wasser. Sobald die Pflänzchen eine Höhe von circa zehn Zentimetern erreicht haben, sollten sie etwas angehäufelt werden. Das bedeutet, dass ein wenig Erde über den Wurzeln aufgeschüttet wird. Die Pflanzen bekommen dadurch eine bessere Standfähigkeit und kippen nicht so schnell um. Unkrautjäten und leichtes Auflockern des Bodens sind als Pflegemaßnahmen ausreichend.

Häufig ernten und Samen fürs nächste Jahr aufbewahren

Ab Mai bilden sich die typischen Blütenstände, aus denen sich die grünen Schoten entwickeln. Nach zwei bis drei Monaten je nach Sorte sind die Erbsen erntereif. Zuckererbsen und Markerbsen werden so früh und so häufig wie möglich geerntet. Sie schmecken dann nicht nur am besten, durch das häufige Ernten wird auch die Blüte angeregt und es entstehen weitere Früchte. Palerbsen bleiben länger am Strauch und werden erst gepflückt, wenn die Schoten schön dick sind. Wer für das nächste Jahr Samen behalten möchte, lässt die Früchte so lange wachsen, bis sie ganz reif sind. Sie werden aus der Schote gelöst und zum Trocknen auf die Fensterbank oder an einen sonnigen Platz gelegt.

Erbsen anbauen verbessert den Boden

Nach der Ernte werden die Sträucher über dem Boden abgeschnitten. Die Wurzeln bleiben im Boden, da sie sehr stickstoffreich sind und den Boden verbessern. Erbsen können zwei oder drei Jahre am selben Platz ausgesät werden, danach ist ein Standortwechsel ratsam. Erbsen dürfen niemals zusammen mit anderen Hülsenfrüchten wie Bohnen angebaut werden. Mit Salat, Kohlrabi oder Mangold vertragen sie sich dagegen sehr gut.

Mischkulturen schützen vor Schädlingen

Einige Erbsensorten sind anfällig für Mehltau, es ist sinnvoll, nur Sorten zu verwenden, die gegen die Pilzerkrankung resistent sind. Zu den weiteren Schädlingen gehören die Erbsenblattlaus und der Erbsenwickler. Durch Mischkulturen mit Tagetes oder Ringelblumen lassen sich Krankheiten und Schädlingsbefall im Griff behalten. Ein guter Standort ist ebenfalls ein guter Schutz. Befallene Pflanzen sollten ganz entfernt werden. Sie dürfen keinesfalls auf dem Kompost gelagert werden, damit sich die Krankheiten nicht ausbreiten können.

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