Karotten aussäen

Karottensamen werden in die Erde gebracht
Wie sät man Karotten? - Foto: © amphotolt

Karotten sind ein hierzulande sehr beliebtes Gemüse. Das Wurzelgemüse - auch Möhre oder Mohrrübe genannt - im Gemüsebeet oder Hochbeet zu kultivieren, ist recht einfach, wenn einige Grundregeln beachtet werden.
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Tipps zum Möhren säen

Welcher Boden eignet sich für Möhren? Welche Möhrensorte sollte man wann aussäen? Das und mehr erfahren Sie hier:

Bodenbeschaffenheit

Karotten gedeihen am besten an einem sonnigen Standort in humusreichem, lockerem Boden. Ist die Bodenbeschaffenheit fest und lehmhaltig, empfiehlt sich vor der Aussaat das Auflockern des Erdreichs und die Anreicherung mit gut verrottetem Kompost. (Komposthaufen anlegen) Diese Maßnahme macht den Boden durchlässiger, sodass die Wurzelspitzen widerstandslos nach unten wachsen können. Ist die Beschaffenheit des Bodens zu fest, kann es zu Verzweigungen der Wurzelspitze kommen.

Karottensorten - orange bis bunt

Im Handel sind zahlreiche Sorten erhältlich: kurze kugelige Sorten (beispielsweise Merida, Ingot, Nantaise oder Adelaide), die gern als Gemüsebeilage genutzt werden und lange spitze Möhrensorten, gut geeignet für den Wintervorrat (beispielsweise Sperlings Cubic oder Sweet Candle). Zudem gibt es neben den herkömmlichen Sorten einige exotisch anmutende: beispielsweise die kleinen fast kugelförmigen Pariser Möhren, die nur ca. 4 cm groß werden, die gelben Yellow Stone oder die weißen Creme de Lite. Eine Mischung dieser Sorten bringt Farbe auf den Teller.

Die richtige Zeit für die Aussaat der Karotten

Wer bei der Auswahl der Sorten klug vorgeht, kann sich von Mai bis November über frische Möhren aus dem eigenen Garten freuen. Bitte die Hinweise der Samenverpackung beachten. Die frühen Sorten werden von Ende Februar bis Anfang April ins Frühbeet oder bei entsprechender Witterung direkt ins Gemüsebeet gesät. Für Sommersorten ist die Zeit von März bis Mitte Juni die richtige Aussaatzeit und die Samen der späten Möhrensorten bringt der Gärtner von Mitte April bis Mai in die Erde. Wird zeitversetzt beispielsweise alle 4 Wochen eine zeitlich entsprechende Sorte nachgesät, bereichern die frischen Möhren aus eigenem Anbau den heimischen Speisezettel vom Mai bis in die Winterzeit.

Keimzeit und kleines "Know-how" der Aussaat

Der Anbau von Möhren ist nichts für Ungeduldige. Bis zum Sichtbarwerden der ersten Blättchen dauert es ganze 2 bis 4 Wochen. Als Vorbereitung für die Aussaat wird eine - nicht zu tiefe - Rille in die Erde gezogen, in die sparsam die einzelnen Samen gegeben werden. Die Samen werden dann mit Erde bedeckt. Der Reihenabstand sollte zwischen 15 und 25 cm betragen. Viele Gärtner säen Radieschen dazwischen. Das hat gute Gründe: Radieschen keimen schnell und die Saatreihe ist beim Unkraut jäten und Erde lockern gut sichtbar. Nach 4 Wochen sind die Radieschen erntereif - sie behindern also die Wurzelbildung der Möhren nicht. Der Anbau von Möhren bietet auch unerfahrenen Gärtnern keine Schwierigkeiten.

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