Schwarzwurzeln anbauen im Garten

Schwarzwurzeln aus dem Garten
Schwarzwurzeln anbauen ist gar nicht so schwer
Foto: © Marén Wischnewski

Die aromatische Schwarzwurzel ist eine der wertvollsten Wintergemüsesorten der Welt: Sie ist reich an Vitaminen und beinhaltet viele Heil- und Schutzstoffe. Dank ihres hohen Inulin-Gehalts ist die zur Familie der Korbblütler gehörige Schwarzwurzel auch für Diabetiker geeignet. Die mehrjährige Pflanze ist frosthart und kann problemlos im eigenen Garten angebaut werden.

Doch wie baut man Schwarzwurzeln richtig an? Wann ist die richtige Zeit für die Aussaat? Wieviel Pflege brauchen Schwarzwurzeln? Und wann wird geerntet?

Tipps für den Schwarzwurzelanbau im Garten

Im Folgenden geben wir einige Tipps wie man den Schwarzwurzeln im Garten anbauen sollte.

Wahl des Standortes

Die Schwarzwurzel bevorzugt einen feuchten, humushaltigen Boden ohne Steine. Leichter Sandboden ist für den Anbau ebenso wenig geeignet wie schwerer Lehm. Besonders gut gedeiht das würzige Wintergemüse an einem sonnigen Standort. Tief wurzelnde Gründüngungen und Kartoffeln sind die ideale Vorkultur. Auch die Kombination mit Kohl und Zuckermais ist möglich - dann aber neigt die Schwarzwurzel zur vermehrten Bildung von Seitenwurzeln. Von der Aussaat der Samen im Anschluss an den Anbau von Karotten oder Tomaten ist abzuraten.

Vorbereitung des Bodens

Um ein gleichmäßiges Wachstum gerader und langer Wurzeln zu garantieren, muss der Boden vor der Aussaat mindestens 20 Zentimeter tief gelockert werden: Nur so können Verzweigungen verhindert werden. Die Vorbereitung des Beetes findet idealerweise bereits im Herbst statt. Soll gewartet werden, bis die Erde gut abgetrocknet ist, kann der Boden auch später bearbeitet werden. Dabei sollte jedoch ein Abstand von zwei Wochen bis zur Aussaat eingehalten werden.

Aussaat der Samen

Ein guter Zeitpunkt für die Aussaat ist der Zeitraum von Mitte März bis Mitte April. Die Samen sollten mit einem Abstand von wenigstens 25 Zentimetern in Reihen gesät werden und dabei zwei bis drei Zentimeter tief in der Erde liegen. Sind die Pflanzen nach etwa zwei bis drei Wochen aufgelaufen, müssen sie auf einen Abstand von rund zehn Zentimetern vereinzelt werden.

Pflege der Schwarzwurzeln

Schwarzwurzeln benötigen viel Feuchtigkeit, um zu gedeihen. Aus diesem Grund müssen sie regelmäßig bewässert werden. Der Boden sollte immer wieder mal mithilfe einer Harke aufgelockert werden. Um das Gemüse in eisigen Wintermonaten vor Frost und Wühlmäusen zu schützen, kann die Pflanze mit Stroh abgedeckt werden. Erste Blüten sollten sofort entfernt werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich, zumindest gelegentlich zu düngen. Hierzu eignet sich besonders ein mineralischer Volldünger: Seine Nutzung wirkt sich deutlich in einer Erhöhung des Ernteertrags aus. Da Schwarzwurzeln kein Unkraut in ihrer unmittelbaren Umgebung mögen, sollte dieses konsequent entfernt werden.

Ernte der Schwarzwurzeln

Mit der Ernte der Schwarzwurzeln wird in der Regel ab Oktober, spätestens aber im November begonnen. Mithilfe eines Spatens können die bis zu 30 Zentimeter langen Wurzeln vorsichtig ausgegraben werden. Dabei muss jedoch darauf geachtet werden, dass sie nicht brechen. Ist das Gemüse erst einmal gelockert, lässt es sich recht einfach aus der Erde ziehen. Da die bei Verletzungen austretende Säure hartnäckige Flecken auf der Haut und der Kleidung hinterlässt, sollten bei der Ernte grundsätzlich Handschuhe getragen werden.

Die Pflanzen können bis zum Frostbeginn im Garten verbleiben oder in einer dunklen Sandkiste im Keller gelagert werden. Die Erntezeit reicht bis in den April.

[ Zum Seitenanfang ]