Bohnenkraut im Garten anbauen

Ein Bund Bohnenkraut
Frisches Bohnenkraut - Foto: © Marina Lohrbach

Keine Bohnensuppe ohne Bohnenkraut! Diese Tatsache kennt jede Hausfrau und würzt mit dem aromatischen, leicht nach Pfeffer schmeckenden Küchenkraut nicht nur Bohnensuppen, sondern auch viele weitere Gerichte aus grünen und gelben Bohnen.

Fast jeder Gärtner, welcher Bohnen anbaut, hat in seiner Parzelle auch ein Plätzchen für das aus der Gruppe der Lippenblütler stammende Küchengewürz gefunden. Kein Wunder, denn die beiden Pflanzen sind wirklich ein Paar, welches sehr gut miteinander harmoniert.

Tipps zum Anbau von Bohnenkraut

Was ist beim Anbau und der Pflege von Bohnenkraut zu beachten? Wann ist es erntereif? Wofür kann man es verwenden?

Bohnenkraut anbauen

Bohnenkraut gedeiht am besten auf einem nährstoffreichen und gut durchlässigen Boden. Um sein volles Aroma zu entfalten benötigt das ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Küchenkraut einen sehr sonnigen Standort. Haben Sie in Ihrem Garten eine Kräuterspirale angelegt, so setzen Sie das Bohnenkraut dort weit nach oben. Hier fühlt es sich am wohlsten und kann die volle Sonne genießen. Bohnenkraut kann aber genauso gut im Beet zwischen anderen Gewürz- oder Gemüsepflanzen stehen, solange es nicht von großen Blättern überschattet wird.

Ein Bund getrocknetes Bohnenkraut
Getrocknetes Bohnenkraut - Foto: © Simone Andress

Haben Sie gewusst, dass es ein Sommerbohnenkraut und ein Winterbohnenkraut gibt? Sommerbohnenkraut ist einjährig und wird oft auch unter der Bezeichnung Gartenbohnenkraut verkauft. Das Winterbohnenkraut - auch Bergbohnenkraut genannt - dagegen ist mehrjährig und etwas weniger intensiv im Geschmack als das Gartenbohnenkraut. Bohnenkraut kann direkt an Ort und Stelle ausgesät werden. Der Zeitraum dafür liegt zwischen Ende März bis Anfang Juni. Viele Gärtner entscheiden sich jedoch für den Kauf von Jungpflanzen, da sie direkt ernten und nicht erst eine ganze Weile auf die ersten zarten Blätter warten möchten. Achten Sie beim säen darauf, dass Sie die Samenkörner etwa einen Zentimeter tief in die Erde stecken. Ein ausreichend großer Abstand zwischen den Pflanzen (Sommerbohnenkraut: ca. 25 cm, Winterbohnenkraut: ca. 40 cm) ist wichtig, damit das Küchenkraut auch wirklich Platz zum Entfalten hat.

Pflege von Bohnenkraut

Wie fast alle Kräuter benötigt auch das Bohnenkraut keine besondere Pflege. Es liebt zwar die Sonne - der Boden jedoch darf nie völlig austrocknen und sollte immer leicht feucht gehalten werden. Das mehrjährige Bergbohnenkraut wird im Frühling zurückgeschnitten. Alte Pflanzenteile werden entfernt und so Platz geschaffen für neue Triebe. Bohnenkraut muss nicht unbedingt gedüngt werden. Manche Gärtner berichten jedoch von einem deutlich besseren Wuchs, wenn sie die Pflanzen zwischen April und Mai mit einem stickstoffhaltigen Produkt düngen.

Verwendung von Bohnenkraut

Grüne Bohnen und frisches Bohnenkraut
Keine Bohnen ohne Bohnenkraut! - Foto: © LianeM

Bohnenkraut kann entweder direkt frisch von der Pflanze oder aber getrocknet verwendet werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Küchenkräutern wird das Bohnenkraut jedoch nicht geschnitten oder zerpflückt, sondern in der Regel als ganzer Stängel mitgekocht und anschließend wieder entfernt. Dabei wird es längst nicht nur für Bohnensuppen eingesetzt. Es passt perfekt zur mediterranen Küche und gibt zum Beispiel Gemüsepfannen, gegrilltem Fisch sowie Pizza und Pasta eine ganz besondere Note. Blähende Gerichte werden durch die Beigabe von Bohnenkraut deutlich bekömmlicher und viele Eintöpfe bekommen durch einen Stängel dieses aromatischen Küchenkrautes den letzten Pfiff. Neben dem Einsatz in der Küche hat sich das Bohnenkraut auch in der Naturheilkunde einen Namen gemacht. Ein Tee aus Bohnenkraut lindert Durchfallerkrankungen und eine Spülung kann bei Schleimhautentzündungen hilfreich sein. Manche "Kräuterhexen" setzen die länglichen Blätter auch bei Husten ein und schwören auf die schleimlösende Wirkung dieser Pflanze.

Bohnenkraut ist sehr vielseitig verwendbar und sollte in keinem Garten fehlen. Um es anzubauen und zu pflegen sind keine großartigen Kenntnisse notwendig, so dass sich auch Gartenanfänger an dieses aromatische Küchenkraut heranwagen können.
Text: K. L.

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