Tipps zum Blumenkohl anbauen

Wegen seines feinen Geschmacks und seiner Bekömmlichkeit gilt Blumenkohl als beliebtes Feingemüse. Und viele Hobbygärtner versuchen sich beim Blumenkohl anbauen. Wie alle Kohlgemüse enthält er viel Vitamin C und Schwefel, regt die Verdauung an und desinfiziert den Verdauungstrakt. Wird Blumenkohl frisch gekauft, lässt er sich leicht einige Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Vor der Zubereitung empfiehlt es sich jedoch, den ganzen Kopf oder die abgetrennten Röschen 15-30 Minuten in kaltes Essig- oder Salzwasser zu legen. So wird er von etwaigen kleinen Insekten und anderen Unreinheiten befreit.

Blumenkohl anbauen – Die besten Blumenkohlsorten:
Die bekannteste Sorte ist der „Erfurter Zwerg“. Eine alte Sorte, die sich für den frühen und späteren Anbau eignet. Neuere Sorten für die gesamte Saison sind Synergie F1, Clapton F1 sowie Amazing, wobei Clapton F1 die erste gegen Kohlhernie resistente Sorte ist. Eine besondere Sorte ist Multi Head F1, sie wächst wie Brokkoli in einem Hauptkopf mit Nebenköpfchen. Der Anbau ist bei allen Sorten gleich.

Blumenkohl säen

Besitzer von Gewächshäusern können ab Ende Februar Blumenkohl aussäen. Ansonsten sollte man Anfang bis Mitte April die Blumenkohlpflanzen beim Gärtner kaufen und in den Gemüsegarten setzen. Die Erntezeit liegt bei diesem Pflanztermin bereits im Juni/Juli, je nach Witterung und Anbaumethode. Für eine zweite Pflanzung Mitte Juli kann bis Ende Mai selbst ausgesät werden. Erntezeit ist dann im Oktober. Im Frühjahr lässt sich die Anzuchtzeit mit einem Folientunnel oder einer gelochten Flachfolie um einiges verkürzen, vor allem, wenn die Witterung noch kühl ist. Alternativ können Sie ein Frühbeet anlegen. Von der Pflanzung bis zur Ernte stehen die Blumenkohlpflanzen gut zehn Wochen auf den Beeten.

Blumenkohl pflegen

Blumenkohl ist ein Starkzehrer und reagiert sehr fein auf Kulturfehler. Es kommt dann zu Wachstumsstockungen, die Blumen bilden sich zwar früh, bleiben aber klein. Vor allem, wenn Wasser und Nährstoffe fehlen. Die Blumenkohlsetzlinge werden in einem Abstand von 40×50 cm gepflanzt. Neben einer guten Versorgung mit Kompost gibt man vor dem Pflanzen biologischen Dünger (Menge laut Packungsangabe) in die Erde. Nach drei Wochen eine weitere Gabe und wenn die Blumen beginnen sich auszubilden eine nochmalige. Diese letzte Düngergabe wird um die Pflanzen gestreut und nur leicht eingearbeitet. Sobald sich die Blumen bilden, knickt man einige Blätter um als Schutz gegen die Sonnenbestrahlung. Dadurch bleibt der Blumenkohl schön weiß. Blumenkohl wächst auch bei feuchter Witterung relativ gut. Der Boden sollte jedoch fleißig gelockert und um die Pflanzen herum angehäufelt werden. Bei Trockenheit muss man kräftig gießen und das Düngen nicht vergessen.

Pflanzenschutz bei Blumenkohl

Besonders gern tritt bei Blumenkohl ein Kohlfliegenbefall auf. Dabei welken die Pflanzen, färben sich grau und lassen sich leicht aus dem Boden ziehen, da die Wurzeln von den Kohlfliegenmaden abgefressen werden. Es gibt biologische und chemische Mittel, die den Befall verhindern. Hier muss jeder selbst entscheiden, welches er in seinem Garten verwendet.

Auch die Raupen des Kohlweißlings können großen Schaden anrichten. Dagegen gibt es ebenfalls Spritzmittel. Eine einfache Methode ist jedoch, schon vor Auftauchen des Kohlweißlings ein dünnes und wasserdurchlässiges Vlies über die Pflanzen legen.

Eine gefürchtete Krankheit ist die Kohlhernie. Sie kann alle Kohlarten befallen. Eine Pilzkrankheit, die das Wachstum stocken und die Pflanzen welken lässt. An den Wurzeln und Stängeln entstehen kropfartige Anschwellungen. Eine direkte Bekämpfung ist hier nicht möglich, nur Vorsorge. Beim Kauf sollte deshalb auf gesunde Pflanzen geachtet werden. Bei allen Kohlarten jährlich die Beete wechseln, die Kohlstrünke möglichst nicht kompostieren, sondern aus dem Garten entfernen. Bei starkem Auftreten der Krankheit dürfen mindestens vier Jahre kein Kohl und andere Kreuzblütler wie Rettiche und Radieschen angebaut werden.

Blumenkohl ernten

Ungefähr 8 – 12 Wochen nach der Aussaat ist der Blumenkohl erntereif. Der Blumenkohl sollte geerntet werden bevor die Röschen den Blütenstand erreichen und sich öffnen. Zum Ernten wird ein scharfes Messer benötigt. Der Blumenkohl wird damit am unteren Ende abgeschnitten. Anschließend zieht man den Rest der Pflanze aus der Erde.

Den Kohl kann man für ca. 3 Tage im Kühlschrank lagern. Danach verliert er an Festigkeit. Wenn Sie den Blumenkohl länger lagern möchten, ziehen Sie die gesamte Pflanze aus der Erde, entfernen die unteren Blätter und hängen ihn kopfüber an einem kühlen Ort (z.B. Keller) auf. So hält er ca. 4 Wochen.

Blumenkohl nach der Ernte verarbeiten
Nach der Blumenkohlernte schnell in den Topf - Symbolbild: © nolonely - stock.adobe. com

Blumenkohl in der Küche

Blumenkohl wird gedünstet als Gemüse und Salat verwendet. Er ist sehr vielseitig: Als feine Beilage, überbacken mit heller Soße, Schinken und Käse, als Auflauf oder Soufflé, als Suppe, Salat und anderem. Sehr beliebt ist beispielsweise die Blumenkohlbombe. Dabei wird der Kohl mit Hackfleisch und Schinken umwickelt und im Ofen gegart.
Empfindliche Menschen bekommen oftmals starke Blähungen von Blumenkohl. Hier kann etwas Natron oder Kümmel im Kochwasser Abhilfe schaffen. 

Ach ja: Blumenkohl anbauen geht auch prima im Hochbeet.

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