Orchideen richtig pflegen

Frau bei der Orchideen Pflege
Wie oft sollte man Orchideen gießen?
Foto: © Tatjana Balzer

Mittlerweile ist klar, welche grundlegenden Voraussetzungen für ein gutes Gedeihen der Orchideen von Bedeutung sind. Doch alleine die äußeren Umstände reichen nicht aus, um Orchideen zum Wachsen und Blühen zu bringen. Vielmehr muss auch die Pflege stimmen.

Zunächst einmal muss den Besitzern von Orchideen klar werden, dass Erde kein geeigneter Pflanzstoff für die Pflanzen ist. Als Aufsitzer sollten sie nicht in einem Blumentopf gehalten werden, da dieser sie eher einengt. Außerdem muss ausreichend Platz für die Ausbreitung der Luftwurzeln gegeben sein. Die Erde, die heute verwendet wird, dient lediglich dazu, der Pflanze Halt zu geben. Dabei wird in zwei Gruppen unterschieden: Die erste zeichnet sich durch langsame Verwitterung aus, wodurch stetig Nährstoffe an die Pflanze abgegeben werden. Ein weiteres Düngen ist dann nicht mehr erforderlich. Die zweite Gruppe dagegen gibt keinerlei Nährstoffe an die Orchideen ab, so dass regelmäßig gedüngt werden muss.

Tipps für die Orchideen Pflege

Hier erfahren Sie wie man Orchideen einpflanzt, gießt und düngt.

Orchideen richtig einpflanzen

Bei der Erde ist noch einmal zu betonen, dass sie den Orchideen nicht gut tut. Werden die Luftwurzeln der Pflanzen mit Erde abgedeckt, verfaulen sie binnen weniger Wochen, die Pflanze geht ein.

Wer Orchideen kauft, erhält diese bereits in einem kleinen Topf, in dem die Pflanzen in einem Substrat eingepflanzt wurden. Dieses besteht aus Styropor, Torf und Rinde, sowie einigen weiteren Inhaltsstoffen. Es kann auch in jedem Baumarkt oder Gartencenter erworben werden.

Das Substrat ist luftdurchlässig, kann aber dennoch Wasser speichern, zumindest in Maßen. Wichtig ist nur, dass es nicht zu Staunässe kommt.

Nach etwa zwei bis drei Jahren sollten Orchideen umgetopft werden. Hier kann dann wiederum ein spezielles Orchideen-Substrat verwendet werden. Nur typische Blumenerde darf nicht zum Einsatz kommen.

Orchideen richtig gießen

Auch beim Gießen ist Vorsicht geboten, denn Orchideen reagieren recht empfindlich. Während viele andere Zimmerpflanzen schnell einmal vertrocknen, sind es bei den Orchideen fast immer zu hohe Wassergaben, die zum Tod der Pflanzen führen. Während der Wachstumsphasen sollten Orchideen etwa zweimal wöchentlich gegossen werden. In der Ruhepause, die die Pflanzen einlegen, sollte lediglich einmal wöchentlich gegossen werden.

Als Faustregel gilt: Wird der Topf angehoben und die Pflanze ist sehr leicht, wird es Zeit zum Gießen. Andersherum kann das noch warten, wenn der Topf schwer ist. Das Substrat kann durchaus sehr trocken werden, bevor erneut gegossen wird. Beim Gießen sollten die Orchideen kräftig gegossen werden, allerdings muss überschüssiges Wasser ablaufen können. In den speziellen Orchideentöpfen sind hierfür Löcher im Boden integriert, die dies ermöglichen. Wer seine Pflanzen im Übertopf hält, sollte sie zum Gießen aus diesem herausnehmen. Überschüssiges Wasser, das sich in selbigem sammeln würde, führt nur zu Staunässe, die wiederum die Fäulnis begünstigt.

An der Pflanze dürfen nach dem Gießen keine Wassertropfen mehr sichtbar sein. Diese können schnell zur Entstehung von Pilzen führen, die sich durch unschöne Flecken auf den Pflanzen bemerkbar machen.

Orchideen richtig düngen

Obwohl Orchideen viel Pflege benötigen, gilt beim Düngen der weise Spruch: Weniger ist mehr. Die Pflanzen sind recht empfindlich gegenüber Salzen und sollten deshalb nur wenig gedüngt werden. Jede Woche Dünger zuzuführen, würde zu einer Überversorgung der Pflanzen führen. Besser ist es, nur während der Wachstumsphasen alle zwei bis vier Wochen zu düngen. Erkennbar sind diese am Entstehen eines neuen Blatts oder Triebs an der Pflanze.

Handelsüblicher Orchideendünger eignet sich am besten, um die Pflanzen zu versorgen. Er ist stark verdünnt und somit auf die speziellen Bedürfnisse der Orchideen abgestimmt. Beim Düngen sollte sich genau an die Packungsangaben gehalten werden. Die Düngermenge darf nicht überschritten werden, eher eignet sich die Unterschreitung der empfohlenen Düngermenge.
Text: B. L.

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