Orchideen züchten

Zwei Orchideen
Zum Orchideen züchten braucht man viel Fachwissen
Foto: © Shane Linnane

Natürlich müssen Orchideen, damit sie prächtig wachsen können, mit Licht, Luft, Wasser und Nährstoffen versorgt werden. Allerdings gibt es ebenso große Unterschiede in der richtigen Versorgung dieser Pflanzen, wie es unterschiedliche Blüten und Farben gibt. Deshalb kann eine einheitliche Orchideenhaltung keineswegs erfolgen. Vielmehr müssen sich die Halter stets an die Gegebenheiten der einzelnen Pflanzen halten, um die Orchideen entsprechend gut versorgen zu können.

Im Folgenden erfahren Sie wieviel Licht, Luft und Nährstoffe Orchideen benötigen.

Was ist bei der Orchideen Zucht zu beachten?

Hat ihre Orchidee Ableger gebildet, können Sie diese in ein kleines Gefäß pflanzen. Nehmen Sie dafür ein Substrat und keine Blumenerde. Stellen Sie das Gefäß am besten auf eine Fensterbank, so dass ausreichend Licht an die Pflanze kommt. Im Folgenden finden Sie noch weitere Tipps für die Haltung von Orchideen.

Das Licht ist wichtig für die Orchideen Zucht

Das Licht ist einer der entscheidenden Faktoren für ein gesundes Orchideenwachstum. Dabei gibt es natürlich die Extreme der Orchideen, die als Aufsitzer auf den Bäumen wachsen und demzufolge sehr viel Licht benötigen, sowie die am Boden wachsenden Orchideen, die nur sehr wenig Licht brauchen. Der Lichtbedarf der meisten kultivierten Pflanzen liegt allerdings zwischen beiden Extremen.

So sollten Orchideen stets an hellen Standorten aufgestellt werden, im Sommer sollten sie über den Mittag jedoch eher ein schattiges Plätzchen erhalten. Im Winter dagegen wird es schwierig, denn lange Nächte, graue Tage und Tage, an denen viel Schnee fällt, können die Orchideen stark beeinträchtigen. Sie sollten in dieser Zeit nur sehr wenig gegossen werden, da sie andernfalls zu stark treiben, aber nicht ausreichend Licht erhalten, so dass die Pflanzen eingehen können. Auch sollten die Temperaturen an den Standorten der Orchideen abgesenkt werden, um sie gut über den Winter zu bringen.

Die Luft und die Nährstoffe

Natürlich brauchen auch Orchideen Luft und Nährstoffe zum Überleben. Die übliche Luftbewegung in der Wohnung reicht ihnen in aller Regel aus, allerdings sollte dafür natürlich genug gelüftet werden. Ebenfalls sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanzen keiner Zugluft ausgesetzt sind. Die Orchideen entnehmen der umgebenden Luft das Kohlendioxid, welches jedoch in der Natur nur in geringem Maße vorhanden ist. In den Wohnungen der Menschen ist die Konzentration dagegen höher, weshalb Orchideen hier besser gedeihen können. Auf Rauch von Zigaretten, Zigarren oder Pfeifen sollte jedoch verzichtet werden, da viele Orchideen diesen nicht vertragen.

Die Düngemittel, die im Handel erhältlich sind, sind für die Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen gut geeignet. Unterschieden wird dabei zwischen Mineraldüngern, die auf Basis von Salzen arbeiten und organischen Düngern. Hierbei eignet sich fast ausschließlich Guano, der sowohl in flüssiger, als auch in Pulverform angeboten wird. Dieser organische Dünger wird von den Orchideen meist bevorzugt.

Beim Düngen selbst ist zu beachten, dass es nur in der Zeit des Wachstums notwendig ist. Stickstoffhaltige Dünger sollten spätestens im August abgesetzt werden. Orchideen brauchen jetzt mehr Phosphate und Kalium, die für die Blütenbildung verantwortlich sind.
Text: B. L.

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