Der Oktober im Garten - Reise durch das Gartenjahr - Teil 10:

Der goldene Oktober bringt dem Gärtner noch viel Arbeit! Denn so lange es noch sonnig und warm ist, gibt es einiges zu ernten!

Welche Gartenarbeit kann man im Oktober erledigen?

Gartenarbeit im Oktober: Einkochen
Foto: © Darius Dzinnik

1. Rosen, Stauden und Gehölze pflanzen

Bereits im September begann die Pflanzzeit für viele Stauden, Rosen und Gehölze. Bei den Gehölzen richten Gärtner sich nach einer alten Regel, die besagt, dass Laubgehölze so lange gepflanzt werden dürfen, solange sie noch Laub tragen. Der Oktober ist der ideale Monat, um rechtzeitig vor dem Laubfall zu pflanzen und den Pflanzen genug Zeit zu geben, vor den ersten Frösten ihre so genannten Saugwurzeln zu entwickeln, mit denen sie sich in der noch lockeren Erde verankern. Die Gehölze bekommen durch die rechtzeitige Pflanzung im Herbst einen Vorsprung für das folgende Frühjahr, denn dann können die bereits gut eingewurzelten Pflanzen ihre ganze Energie in die Ausbildung von Trieben und Blüten stecken. Im folgenden Herbst wird der Gärtner mit farbenprächtigem Laub belohnt.

Die Planung

Vor dem Pflanzen muss genau überlegt werden, welche Gehölze zu den übrigen Pflanzen im Beet passen. Außerdem sollten der spätere Wuchs und die endgültige Größe der Pflanze nicht außer Acht gelassen werden. Das gilt insbesondere für Sträucher, die nicht zurückgeschnitten werden sollen, weil sie dann ihre natürliche Wuchsform verlieren. Sträucher, die auch einmal einen Rückschnitt vertragen, können jederzeit auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Ansonsten kann es bei sehr ausladenden Gehölzen passieren, dass alle übrigen Pflanzen mit den Jahren zu sehr beschattet werden. Genauso sind die Standortbedingungen ein wichtiger Faktor, der vor dem Pflanzenkauf bedacht werden sollte.

Die Pflanzzeit

Ähnliches gilt selbstverständlich für die Stauden, die ganzjährig gepflanzt werden können, sofern es sich um Containerpflanzen handelt. Spätestens im Oktober sollten aber die letzten Stauden ins Beet gesetzt werden, damit auch diese noch gut anwachsen können. Vorsicht ist geboten bei Herbstblühern, wie den farbenfrohen Astern oder Chrysanthemen, die jetzt in den Gärtnereien angeboten werden und in voller Blüte stehen. Diese Pflanzen sind normalerweise für die Pflanzung im Topfgarten gedacht und würden den kalten Winter nicht überstehen, würden sie jetzt in den Garten gepflanzt. Und selbst wenn sie anwachsen sollten, werden Austrieb und Blütenbildung im folgenden Jahr zu wünschen übrig lassen. Herbststauden werden besser im Frühjahr gepflanzt.

Vor dem Pflanzen

Für alle übrigen Stauden gilt, dass Ballenware nun die bessere Wahl ist. Die Ballen sollten mindestens zwölf Stunden vor dem Pflanzen gut gewässert werden. Auch Pflanzen ohne Ballen müssen ebenso lange gewässert werden. Zusätzlich sollten die Wurzeln auf zwei Drittel verkürzt werden. Beim Schneiden ist darauf zu achten, dass die Schnittstellen nach unten gerichtet sind.

Spätestens im Oktober sollten ebenfalls die letzten Zwiebeln der Frühjahrsblüher in die Erde gesetzt werden. Verwelkte Stauden werden zurückgeschnitten, aber nicht bis zum Boden. Sie würden sonst bei starken Frösten Schaden nehmen. Dekorative Samenstände können ruhig stehen bleiben. Sie bieten mit Raureif überzogen nicht nur einen attraktiven Blickfang im winterlichen Garten, sondern spenden den Gartenbewohnern Futter.

Rosen pflanzen

Neben den Stauden werden jetzt genauso die Neuzugänge im Rosengarten gepflanzt. Rosen werden oft gleichfalls als Ballenware angeboten. Allerdings empfiehlt sich für die Pflanzung von Rosen eher der Kauf wurzelnackter Rosen. In der ersten Anwachszeit sind diese Rosen viel weniger gefährdet zu vertrocknen. Beim Pflanzen der wurzelnackten Rosen sollte darauf geachtet werden, dass das Pflanzloch groß genug ist. Keinesfalls sollten die Wurzeln verbogen oder geknickt werden, sondern sie sollten in ihrer vollen Länge in das Pflanzloch hineinpassen. Die Veredelungsstelle muss dabei mit eingepflanzt werden und zwar so weit, dass sie etwa fünf Zentimeter unter der Erdoberfläche liegt. Ansonsten würde der untere Teil der Rose austreiben, wobei dann der Edeltrieb überwuchert werden würde.

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2. Einkellern, einkochen, einlegen, entsaften, einfrieren - die Schätze der Gartensaison bewahren

Auch im Frühherbst hat der Garten noch viel zu bieten. Beeren, Obst und Gemüse, was jetzt geerntet wird, kann in den wenigsten Fällen sofort verwertet werden. Alles zu verschenken, was übrig ist, zeugt zwar von Großzügigkeit, aber schließlich sollen die Mühen der Gartenarbeit genauso im Winter dem Hobbygärtner noch Freude bringen. Deshalb muss dafür gesorgt werden, dass alles richtig gelagert oder konserviert wird.

Beeren haltbar machen

Viele Beerensorten, wie Stachelbeeren, Johannisbeeren und Brombeeren, Heidelbeeren, Jostabeeren sowie Preiselbeeren lassen sich für die spätere Verwendung wunderbar einfrieren. Empfindlichere Sorten, wie Erdbeeren sind zum Einfrieren nur bedingt geeignet. Auch das Einkochen in Gläsern ist bei Erdbeeren wenig sinnvoll, weil sie zum Einen matschig werden und zum Anderen viel von ihrer roten Farbe einbüßen und dann nicht mehr so appetitlich aussehen. Deshalb empfiehlt sich für Erdbeeren, sie entweder als Püree einzufrieren, um dieses später für Kuchen und Desserts zu verwenden oder die Beeren zu Marmelade und Konfitüre zu verarbeiten. Ebenfalls eignen sich alle anderen Beerenfrüchte sehr gut für Marmelade, viele können genauso zu Kompott oder Saft verarbeitet werden.
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Gemüse haltbar machen

Beim Gemüse muss vorher überlegt werden, welche Form der Konservierung das beste Ergebnis bringt. Viele Gemüsesorten eignen sich für das Tiefgefrieren ebenso gut, wie für das Einkochen, zum Beispiel Bohnen. Rotkohl schmeckt am besten eingekocht, bereits fertig gewürzt, so dass er nur noch erhitzt werden muss. Weißkohl lässt sich im Rohzustand sogar für längere Zeit im Keller lagern, wenn er im Netz aufgehangen wird. Wenn der Keller eine geringe Luftfeuchtigkeit aufweist und der Kohl sehr luftig gelagert wird, kann auf das Konservieren gut verzichtet werden. Dasselbe gilt für den Kürbis. Natürlich können Weißkohl und Kürbis gleichfalls eingefroren werden. Der Kohl wird am besten vorher zerkleinert und blanchiert, danach in Portionen eingefroren. Kürbis wird entweder in Würfel geschnitten und portionsweise eingefroren oder zu Mus verarbeitet und ebenfalls in Portionen eingefroren. Kürbismus eignet sich hervorragend, um daraus später Suppen oder Brot herzustellen.

Äpfel haltbar machen und lagern

Wahre Künstler, was die Lagerfähigkeit angeht, sind die Äpfel. Allerdings eignet sich hier nicht jede Sorte, um den ganzen Winter zu überstehen. Weiße Äpfel mit einem eher durchsichtigen Fruchtfleisch sind für die Dauerlagerung ungeeignet. Diese werden am besten sofort verbraucht oder zu Mus verarbeitet. Die Lagerfähigkeit dieser Äpfel beträgt maximal vier Wochen nach der Ernte.

Andere Sorten, darunter viele rotbackige, wie Jonagold, bleiben den ganzen Winter über knackig, wenn die Lagerbedingungen stimmen. Die Äpfel sollten im Keller dunkel gelagert werden. Dabei sollen die Äpfel so gelagert werden, dass sie nur in einer Lage liegen und sich nicht gegenseitig berühren. Der Kellerraum, in dem die Äpfel gelagert werden, sollte möglichst kühl sein. Am besten ist die Lagerung in Holzkisten, die in Regalen gestapelt werden, wo die Luft zirkulieren kann. Wer sich die Mühe machen möchte, kann jeden Apfel einzeln in Zeitungspapier einwickeln, um ihn vor Lichteinwirkung zu schützen.

Während der Lagerzeit sollten die Äpfel hin und wieder auf schadhafte Stellen überprüft werden. Faule Äpfel oder bereits jene, die zu schrumpeln beginnen, sollten aussortiert werden, damit die anderen Äpfel nicht ebenfalls Schaden nehmen. Neben Äpfeln eignen sich auch manche Birnensorten oder Apfelbirnen für eine längerfristige Lagerung im Keller.

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3. Fassaden, Pergolen und Rankbögen begrünen

Grüne Fassaden sind oft an Häusern zu sehen, die in Waldnähe stehen oder die von viel Grün umgeben sind. Die Häuser verschmelzen mit ihrer Umgebung zu einer grünen Einheit, was ihnen oft ein verträumtes, ja mystisches Aussehen verleiht. So viel Grün am Haus ist allerdings nicht Jedermanns Sache. Grüne Fassaden sind aber nicht nur in naturnaher Umgebung sehr gefragt, sondern vor allem auch in Städten oder an Häusern, deren Gartenfläche sehr begrenzt ist. Um überhaupt ein wenig Natur zu zaubern, wird die Hauswand als grüne Oase genutzt.

Aber nicht nur an Fassaden, sondern genauso für Pergolen, Sichtschutzwände, Rankbögen und vieles mehr sind grüne Kletterer sehr beliebt. Dabei kann zwischen einer Vielzahl von Pflanzen gewählt werden. Viele davon werfen ihr Laub im Herbst ab und liefern vorher ein wahres Farbspektakel, wie der wilde Wein, andere sind immergrün und wieder andere erfreuen mit farbenfrohen, auffälligen Blüten und manchmal sogar mit Früchten. Solche Kletterer werden auch am besten im Herbst gepflanzt. Bekanntlich lässt der Wuchs im Jahr der Pflanzung sehr zu wünschen übrig, was bei einer Herbstpflanzung aber nicht weiter schlimm ist. Die Pflanzen treiben im Frühjahr dafür umso stärker aus, der Vorsprung durch die herbstliche Pflanzung macht sich sehr schnell bemerkbar.

Die Vorbereitung der Begrünung

Bei den Kletterpflanzen muss in die einzelnen Gruppen unterschieden werden. Die Spreizklimmer beispielsweise, dazu gehören Kletterrosen oder Brombeeren, können sich nicht allein an einer Wand oder an einer Rankhilfe festhalten. Sie benötigen dabei Hilfe. Sie werden entweder am Spalier festgebunden oder durch die einzelnen Maschen oder Fächer der Rankhilfen hindurch geflochten (dabei unbedingt Handschuhe tragen). Vor allem bei Rosenbögen oder gitterartigen Rankhilfen gestaltet sich diese Art der Fixierung der einzelnen Triebe recht einfach.

Die Rankhilfen

Die Rankpflanzen oder genauso die Schlingpflanzen brauchen beim Klettern ebenfalls ein wenig Hilfe, müssen aber nicht festgebunden werden. Sie klammern sich mit ihren Rankorganen an der dafür vorgesehenen Vorrichtung fest und steigen daran nach oben. Dabei können erstaunliche Distanzen überwunden werden. Die Rankhilfen können aus Holz, Draht oder Metall sein, aber gleichermaßen eigene Konstruktionen bieten sich dafür an. Der Fantasie des Hobbygärtners sind dabei keine Grenzen gesetzt. Zur Zeit sind Rankhilfen mit einer gewissen Patina oder im gewollt rostigen Look der absolute Renner im Garten. Zu den Rankpflanzen gehören die so beliebten Clematis, die in allen nur erdenklichen Farben erblühen, aber auch der echte Wein. Hopfen, Geißblatt, Schlingknöterich und Pfeifenwinde gehören zu den so genannten Schlingpflanzen.

Die Wurzelkletterer

Nicht zuletzt wären da die Wurzelkletterer, die unkompliziertesten der Kletterkünstler. Diese klettern ohne Hilfe munter drauflos. Sie verfügen über Haftwurzeln, mit denen sie sich an jedem nur erdenklichen Untergrund festhalten können und daran empor ranken. Die bekanntesten dieser Wurzelkletterer sind sicherlich der wilde Wein und Efeu, die zum Leidwesen vieler Hausbesitzer zum Dauergast werden, denn sie wieder loszuwerden, wird recht schwierig. Die Pflanzung sollte also wohl überlegt sein. Derartige Kletterer sind nicht als vorübergehende Gäste an der Hauswand geeignet, sondern etablieren sich in den meisten Fällen für immer. Das sollte vor der Pflanzung bedacht werden. Ebenfalls zu den Wurzelkletterern gehören die Kletterhortensien.

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4. Wein pflanzen und erziehen

Wein lässt sich in vielen Gärten leichter kultivieren als auf den ersten Blick angenommen. Er braucht keinen besonders fruchtbaren Boden. Dieser ist eher nachteilig für den Anbau von Wein, weil hier zu viele Triebe gebildet werden und die Entwicklung der Trauben auf der Strecke bleibt. Was der Wein allerdings unbedingt braucht, ist eine geschützte Ecke. Das kann eine sonnige Hauswand sein, aber genauso ein hoher Zaun in zugfreier Umgebung. Auf jeden Fall benötigt der Wein eine Rankhilfe, an der er sich mit seinen Rankorganen festhalten kann. Je nachdem, wo der Wein gepflanzt werden soll, müssen ein bis drei Triebe eingesetzt werden. Bei der so genannten Einstamm-Methode werden aus einem Stamm die Triebe in die Höhe sowie in die Breite geführt, indem sie an einem dafür vorgesehenen Spalier befestigt werden. Bei einer sehr breiten Wand ist eine einzige Pflanze kaum ausreichend, um die ganze Fläche zu bedecken, weshalb hier lieber zwei oder drei Weinstöcke gepflanzt werden.
Tipps zum Wein pflanzen

Vorbereitung für die Pflanzung

Das Pflanzloch für den Weinstock sollte nicht zu klein ausgehoben sein. Die unteren Wurzeln sollen so viel Platz haben, dass sie großzügig ausgebreitet werden können. Die Pflanzen selber werden mitsamt ihrem Container für einige Stunden gut durchgewässert, bevor sie in das Pflanzloch gesetzt werden. Nachdem die Pflanze gut im Pflanzloch untergebracht ist, wird dieses wieder verschlossen und nochmals gut gewässert. Als Starthilfe bekommt der Weinstock sodann eine dünne Schicht aus Reifkompost.

Direkt nach der Pflanzung

Bereits direkt nach der Pflanzung erhält der Stock seinen ersten Schnitt. Dabei wird der Stamm soweit zurückgeschnitten, dass nur noch vier Augen verbleiben. Dieser so geschnittene Stamm wird am Spalier festgebunden. Im folgenden Frühjahr beginnt der Stamm auszutreiben. Dann ist der nächste Schnitt fällig. Der stärkste Trieb wird als Mittelstamm stehen gelassen, alle anderen seitlichen Triebe werden konsequent entfernt. Ab dem Austrieb gemessen sollten die nächsten 90 Zentimeter keine Seitenäste verbleiben.

Der Schnitt

Der nächste Schnitt steht nach dem Laubfall an. Der im Dezember stattfindende Winterschnitt wird so vorgenommen, dass der Haupttrieb bis ins alte Holz zurückgeschnitten wird. Handelt es sich um eine einjährige Pflanze, wird bis auf einen halben Meter zurückgeschnitten. Auch die Seitentriebe bekommen einen Schnitt. Bei ihnen bleibt nur die erste Knospe stehen, alles andere wird abgetrennt.

Im folgenden Jahr werden bei den Weinstöcken dann die Blütentriebe konsequent entfernt, denn schließlich soll die Pflanze ihre Kraft in das Wachstum stecken und nicht in die Entwicklung von Trauben. Genauso im dritten Jahr wird der Weinstock so behandelt, wobei der Rückschnitt des Haupttriebs nur noch bis auf eine Höhe von zwei Metern vorgenommen wird. Im vierten Jahr ist die Pflanze stark genug, dass sogar die Blütenansätze stehen bleiben können, damit Früchte ausgebildet werden.

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5. Farbe für den Herbstgarten

Wer im Frühjahr reichlich Herbstblüher gepflanzt hat, erfreut sich in der nun schon ein wenig karger werdenden Gartenlandschaft über viele blühende Akzente und farbenfrohe Ecken. Zu den Pflanzen, die dem Herbstgarten Farbe verleihen, gehören Farne und Gräser, die in vielen kräftigen Farben erstrahlen. Diese Ziergräser erstrahlen von Bronze oder Goldgelb bis hin zu Scharlachrot. Dort, wo das Laub schon von den Bäumen gefallen ist, erreichen die letzten wärmenden Sonnenstrahlen des Jahres den Boden. Daraufhin ist an vielen Stellen zu beobachten, wie die Herbstzeitlose durch den Boden bricht. Sie setzt farbenfrohe Akzente unter den kargen Bäumen. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn Tiere oder Kinder im Garten sind, denn diese Herbstschönen sind giftig.

Astern im Herbst

Ebenfalls zu den farbenfrohen Blühern, die bis in den November hinein ihre Pracht zeigen, gehören die Astern, die in vielen Formen und Farben erscheinen. Während Kissenastern als Bodendecker für Fülle im karger werdenden Beet sorgen, überragen die bis zu einem Meter hohen Sorten das langsam gelb werdende Blattwerk von Funkien und anderen Stauden, die im Herbst einziehen. Manchmal ist der hohe Wuchs der Astern jedoch auch ein Ärgernis, denn bei Regen können diese auseinanderfallen, so dass alle Triebe am Boden liegen. Kein schöner Anblick. Abhilfe schafft das Festbinden an Rankhilfen, stützende Begleitstauden oder das Einkürzen der Triebe bereits im Juli. Dann wachsen die Astern buschiger und werden nur halb so hoch. Der Blühfreude tut der Rückschnitt keinen Abbruch.

Überwintern der Knollenpflanzen

Viele Knollenpflanzen sollten in diesem Monat zum Überwintern ins Haus geholt werden. Dazu gehören Begonien, Gladiolen, Freesien und natürlich die farbenfrohen Dahlien. Die verwelkten Stängel werden bis auf eine Länge von zehn Zentimetern eingekürzt. Dann werden die Knollen vorsichtig ausgegraben und die Erde abgeschüttelt. Das Beschriften nicht vergessen, damit die Pflanzen im nächsten Jahr wieder an den richtigen Platz kommen.

Die Dahlien werden mit den Stängeln nach unten zum Trocknen liegen gelassen. Wenn sie ganz trocken sind, wird die restliche Erde abgeklopft und dann werden sie in Holzkisten trocken und dunkel gelagert. Sand kann, muss aber nicht sein. Dahlien können, sofern sie nicht im Staudengarten, sondern in Kübeln stehen, auch in diesen überwintert werden. Dann werden die verwelkten Stängel ebenfalls zurückgeschnitten. Die Töpfe werden nicht mehr gegossen, sondern so wie sie sind, dunkel und trocken im Keller gelagert. Im nächsten Jahr, wenn die letzten Nachtfröste vorüber sind, können die Dahlien wieder in den Garten gebracht werden.

Ähnlich kann übrigens mit vielen Herbstblühern verfahren werden, die bereits ab August in den Gartencentern angeboten werden. Diese Stauden stehen bereits in voller Blüte und sind für das Umpflanzen in den Garten nicht so gut geeignet. Das Anwachsen würde schwer fallen und der kalte Winter würde den Pflanzen so sehr zusetzen, dass sie größtenteils erfrieren würden. Kein Wunder, denn diese Pflanzen wurden ausschließlich für die Haltung in Töpfen und Schalen gezüchtet. Dennoch kann versucht werden, die Pflanze in den Töpfen zu überwintern. Sie werden nach dem Verwelken eingekürzt und ebenfalls im Keller gelagert, dabei mäßig gegossen. Mit etwas Glück treiben sie im Frühjahr wieder aus und können dann in das Staudenbeet verpflanzt werden. Hier bleibt ihnen nun genug Zeit, bis zum Herbst richtig Kraft zu tanken und gut anzuwachsen.

Das Laub können Sie ganz einfach mit einem Laubbläser zusammenpusten.
Denken Sie auch an den Baumschnitt. Eine Anleitung zum Apfelbaum schneiden haben wir auch zusammengestellt.
Text: B. L.

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