Johannisbeeren pflegen

Reife Johannisbeeren
Eine gute Pflege der Johannisbeeren verspricht
eine reiche Ernte - Foto: © Marina Lohrbach

In den meisten Hausgärten sind rote und weiße, aber auch schwarze Johannisbeersträucher zu finden. Die leckeren säuerlichen Früchte enthalten sehr viel Vitamin C, aber auch andere wertvolle Mineralien, Ballaststoffe und Spurenelemente. Da sie als sehr pflegeleicht und anspruchslos gelten, erfreuen sich Johannisbeersträucher auch bei Gartenanfängern großer Beliebtheit.
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Tipps für die Pflege von Johannisbeersträuchern

Damit man eine reiche Ernte erzielt muss man die Johannisbeeren pflegen. Und dazu gehört mehr als nur gießen!

Die richtige Standortwahl erspart viel Pflege

Wer seinem Johannisbeerstrauch den richtigen Standort gönnt, wird mit geringem Pflegeaufwand belohnt. Die Johanna benötigt einen möglichst humosen und nährstoffreichen Boden. Als ideal gilt eine Stelle im Garten, die volle Sonne genießen kann. Doch auch Halbschatten verträgt ein Johannisbeerstrauch meist ohne Probleme. Hobbygärtner lassen zwischen den Johannisbeersträuchern, von denen oft verschiedene Sorten aufgrund der Ertragssteigerung nebeneinander gepflanzt werden, 1,5 m bis 2 m Platz. So lässt es sich später besser ernten und pflegen.

Johannisbeeren mögen feuchte Böden

Die ansonsten recht anspruchslose Pflanze sollte keinesfalls völlig austrocknen. Hobbygärtner, die das regelmäßige Gießen der kultivierten Beerensträucher nicht gewährleisten können, bedienen sich daher sehr gern der Methode des Mulchens. Wird die Erde um die Johannisbeere herum mit Rindenmulch bedeckt, so trocknet sie bei weitem nicht so schnell aus. Unkraut wird außerdem vermieden.

Unkraut jäten und düngen

Um Unkraut zu vermeiden, ist Mulch im Bereich der Pflanzscheibe die simpelste Lösung. Dies spart auch zusätzliches Düngen. Ansonsten sollte der Boden sowohl bei weißen, roten als auch schwarzen Johannisbeeren locker gehalten werden. Da der Beerenstrauch ein Flachwurzler ist, darf die Hacke jedoch nur sehr flach angesetzt werden, um Schäden am Wurzelwerk zu vermeiden. Umgraben unter der Johannisbeere ist völlig tabu. Wird nicht gemulcht, so ist die Johanna dankbar für eine regelmäßige Humuszufuhr. Nur bei kargen Böden ist eine Düngung im April sinnvoll.
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Wichtigste Pflegemaßnahme: Johannisbeeren schneiden

Bei Johannisbeeren spricht man von einem Sommerschnitt, der die Beerensträucher im Folgejahr reichliche Früchte tragen lässt. Nach der Blüte wird nur ausgelichtet, richtig geschnitten hingegen wird die Johannisbeere erst nach der Ernte. Bei weißen und roten Johannisbeeren bleiben ca. 7 bis 10 kräftige Jungtriebe stehen, der Rest wird sehr bodennah mit einer scharfen Garten- oder Astschere abgeschnitten. Dank des Schnitts bekommt der Johannisbeerstrauch mehr Licht und kann besser durchlüftet werden, was wiederum Krankheiten vorbeugt. Johannisbeeren tragen vor allem an zwei- und dreijährigen Trieben ausgiebig. Bei schwarzen Johannisbeeren wird ebenfalls im Sommer nach der Ernte geschnitten. Allerdings trägt die schwarze Johanna an einjährigen jungen Trieben. Dementsprechend wird beim Schnitt viel an der Basis entfernt, um das Hervorbringen neuer Triebe zu fördern. Besonders die Hauptäste werden über dem dritten Seitentrieb gekappt.

Die Ernte der Johannisbeeren

Ihren Namen haben die Johannisbeeren "Johannes dem Täufer" zu verdanken. Am Johannistag, also dem 24. Juni, beginnt normalerweise die Ernte. Frühe Sorten locken jedoch auch schon ab Mitte Juni mit ihren leckeren leuchtenden Früchten. Die Beeren werden einfach vom Strauch gezupft und von den Stengeln befreit. Wer nicht alle Beeren auf einmal verarbeiten kann, sollte sie einfach am Strauch hängen lassen. Dort sind sie sehr lange haltbar.

Die Johannisbeere ist robust und anspruchslos. Sie liefert sehr geschmacksintensive Früchte, die zu Saft, Kompott, Kuchen oder Marmeladen verarbeitet werden können.
Text: C. D.

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