Tiere im Garten

Tiere im Garten
Verschiedene Tiere, die im Garten vorkommen können
Foto: © CB94

Ein Garten gibt Raum für Vieles: Erholung und Platz für die Kinder, Ausarbeitung und Kreativität, aber er ist auch Lebensraum für zahlreiche Tiere. Dieses naturnahe Leben lieben viele Gartenbesitzer, denn die unzähligen Tierarten im Garten sind nicht nur nützlich, sondern auch unterhaltsam und nicht zuletzt unentbehrlich für den Naturschutz.

Wer vor seinem geistigen Auge einen Garten sieht, denkt zuerst an Blumen und Bäume, an Obst und Gemüse oder eine gemütliche Sitzecke. Dass Tiere und Gärten nicht voneinander zu trennen sind, vergessen viele. Oft leben in einem Garten Pflanzen und Tiere in einer Symbiose miteinander. Sie brauchen und unterstützen sich gegenseitig. Wer im Sommer einen bunten Blumenstrauß für die Vase schneidet, wird dabei das Summen der Hummeln und Bienen hören oder die Schmetterlinge beobachten.

Nützliche und schädliche Tiere im Garten

Doch welche Tiere kann man im Garten beobachten? Welche Tiere sind nützlich und welche schädlich?

Der Gartenteich als Lebensraum für Tiere

Nett anzuschauen und häufig in Gärten anzutreffen sind Gartenteiche. Während ihre Besitzer ihn meist aus dekorativen Gründen anlegen, weil sie die Goldfische darin gern beobachten, machen andere Tierarten ihn schnell zu ihrem Zuhause. So lieben ihn Frösche, Wasserläufer oder Libellen - am seichten Ufer baden Vögel und in den Wasserpflanzen, wie zum Beispiel dem Schilf, tummeln sich Insekten, die wiederum von Vögeln mit Vorliebe verspeist werden.

Es lohnt sich also aus vielen Gründen, einen Garten naturnah und damit einladend für Tiere aller Art zu gestalten. Nicht nur dass die Insekten Blüten bestäuben und damit unentbehrlich für einen Garten sind oder Regenwürmer für den Boden Gutes leisten, auch die verschiedensten Säugetiere haben Spannendes zu bieten. Im Winter den Eichelhähern, Elstern und Eichhörnchen dabei zuzusehen, wie sie sich um ein paar ausgelegte Nüssen streiten, ist sehr unterhaltsam.

Die Tierwelt im Garten als Erlebnis für Kinder

Kinder entdecken die Tierwelt eines Gartens auf ihre ganz besondere eigene Art und Weise. Mit Becherlupen bewaffnet betrachten sie kleine Spinnen und Käfer, sie suchen Kröten oder füttern im Winter Vögel. Im Herbst bauen sie ein Winterquartier für Igel und im Frühjahr hängen sie mit ihren Eltern oder Großeltern Nistkästen für Singvögel auf, die sie über den Sommer beobachten, während diese Mücken und andere Quälgeister des Gartens ganz natürlich bekämpfen. Wo sonst könnte ein Kind Tag für Tag die Umwandlung einer Kaulquappe in einen Frosch beobachten, als im Garten? Und spätestens wenn ein Kind seinen Eltern einen Regenwurm und eine Schnecke mit Löwenzahn als Menü auf einem Kinderküchengeschirr präsentiert wird klar: Tiere im Garten sind auf diverse Art wichtig für Menschen und Pflanzen.

Nützliche oder schädliche Tiere?

Selbstverständlich könnten auch Hobbygärtner auf einige Tierarten in ihrem Garten gut und gern verzichten, zum Beispiel auf Schädlinge oder auf die unter Naturschutz stehenden Maulwürfe, die den Rasen in ein Schlachtfeld verwandeln. Doch manchmal verirrt sich sogar ein Fuchs in den Garten oder seltene Vogelarten machen Rast auf ihrem Weg in den Süden. Sogar Blindschleichen oder Nattern gehören zu den Gartentieren und der Marder geht nachts auf Mäusejagd.

Und auf diese Weise lassen sich über die Jahreszeiten hinweg Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten und bestaunen, während sie ihre tägliche Arbeit erledigen. So etwa Glühwürmchen oder Fledermäuse, die sich bei Anbruch der Dunkelheit zeigen. Voraussetzung für ein vielfältiges Tierleben im eigenen Garten ist, dass dieser naturnah gestaltet wurde und mit seinen heimischen Pflanzen und natürlichen Gegebenheiten einladend auf Tiere wirkt. Obwohl es schwer ist, in Großstädten diese Zonen zu schaffen, ist es doch auch dort nicht unmöglich.
Text: C. D.

[ Zum Seitenanfang ]