Der August im Garten - Reise durch das Gartenjahr -Teil 8:

Der August ist einer der schönsten für viele Gartenbesitzer. Denn jetzt können sie die Früchte ihrer Arbeit ernten. Im August werden viele Obst- und Gemüsesorten reif, so dass man sich mit vielem selbst versorgen kann.

Welche Gartenarbeit kann man im August erledigen?

Reife Brombeeren und Himbeeren kann man
im August ernten - Foto: © ostromec

1. Süßes aus dem Naschgarten

Die meisten Beerenfrüchte im Garten wurden bereits abgeerntet. Bald haben die Brombeeren ihren großen Auftritt. Wenn sie auch noch so verlockend aussehen, sollte mit der Ernte allerdings gewartet werden, bis sie wirklich richtig reif sind. Das ist daran zu erkennen, dass sie sich leicht abzupfen lassen. Eine dunkle Färbung allein heißt noch lange nicht, dass die Beeren wirklich richtig reif sind. Die Vögel wissen, wann die Beeren zu ernten sind. Damit die Ernte nicht den gefiederten Gartenbewohnern zum Opfer fällt, sollten rechtzeitig Vogelschutznetze über die Sträucher gespannt werden. Brombeeren sind vom Aroma recht herb, umso wichtiger ist es, sie bis zur kompletten Reife hängen zu lassen, damit die begehrte Süße durchkommt. Beeren, die sich noch fest anfühlen und beim leichten Ziehen nicht sofort nachgeben, sind noch nicht richtig reif und brauchen noch ein paar Tage, bis sie geerntet werden können.

Verwendung der Früchte

Reife Brombeeren können pur genossen, in Kuchen eingebacken, für Süßspeisen verwendet oder zu Likör und Wein verarbeitet werden. Auch als Marmelade und Gelee sind Brombeeren sehr beliebt, eben wegen ihres leicht herben und nicht zu süßen Geschmacks. Wer unter einer Brombeerschwemme leidet und den herben Geschmack der Beeren mag, kann einen Teil auch im halbreifen Zustand ernten. Gemischt mit vollreifen Früchten ergeben die Beeren eine köstliche Marmelade.

Ebenfalls erntereif in diesem, Monat sind die Aprikosen, vielerorts auch Marillen genannt. Aus ihnen kann Marmelade, Kuchen oder Likör hergestellt werden, als Dörrobst bereichern sie ebenso im Winter jedes Müsli und bieten sich als gesunde Nascherei für zwischendurch an. Gleichermaßen kann Saft aus den Aprikosen gewonnen werden.

Weitere beliebte Früchte im Garten sind jetzt alle Pflaumenartigen. Dazu zählen neben den gewöhnlichen Pflaumen und Zwetschgen auch Renekloden und Mirabellen. Pflaumen und alle Artverwandten geben einen leckeren Kuchenbelag her, eignen sich für die Verarbeitung zu Kompott und als Mus sowie zur Marmelade. Kompott wird am besten einmal gleich in großen Mengen hergestellt und eingekocht. So bleibt die Süße des Spätsommers den ganzen Winter über erhalten und belohnt den Gärtner für seine Arbeit. Immer beliebter werden im übrigen die Mirabellen, die von der Größe her nur unwesentlich größer sind als Kirschen. Die gelben Früchte sind süßer als Pflaumen und Zwetschgen und werden nicht nur von Hobbybäckern als Kuchenbelag vorgezogen.

Die richtige Pflege

Brombeeren lassen sich eigentlich in jedem Garten kultivieren, denn sie sind sehr anspruchslos. Sie neigen vielmehr zum Wuchern, wenn sie nicht im Zaum gehalten werden. Ein regelmäßiger Schnitt hält sie nicht nur in Schach, sondern fördert genauso die Bildung von Blüten und großen Beeren. Eine Arbeit, die sich also lohnt.

Brombeeren, die nicht richtig schwarz werden, könnten möglicherweise von der Brombeergallmilbe befallen sein. Ein auffallend herber Geschmack ist dann unverkennbar. Die Beeren färben sich vorzeitig rot, weil die Milben von den Blättern aus zu den Beeren wandern und am Saft saugen. Über eine Rotfärbung kommen die Beeren dann aber nicht hinaus. Bei einem leichten Befall reicht das Zurückschneiden der befallenen Triebe, ansonsten muss zusätzlich zum Schnitt auch noch das Spritzen mit einem biologischen Mittel erfolgen.

Ein Aprikosenbaum kann allein im Garten gepflanzt werden, denn er gehört zu den Selbstbestäubern, die keinen zweiten Baum brauchen, um Früchte hervorzubringen. Allerdings können Aprikosenbäume nicht in jedem Garten kultiviert werden. In rauen Lagen sind die Bedingungen denkbar schlecht, denn Aprikosen mögen es warm und windgeschützt wie in ihrer ursprünglichen Heimat Armenien.

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2. Blütenpracht im Staudenbeet

Die Blumenbeete erstrahlen im Hochsommer in ihrer ganzen Pracht. Dominante Sommerblüher im Beet, die eine beachtliche Höhe von bis zu zwei Metern erreichen können, sind die Sonnenblumen. Sonnenblumen wirken am besten, wenn sie in Gruppen wachsen. Die Vielzahl der Arten ermöglicht es, in jedem Beet andere Akzente mit Sonnenblumen zu setzen. Ob hoch wachsende Arten, braunblütige, gefüllte oder ungefüllte Sonnenblumen, diese farbstarken Sonnenanbeter wurden nicht zu Unrecht bereits von den Indianern verehrt.

Hochsaison hat jetzt auch der Phlox, der in vielen Farbvarianten und Größen erhältlich ist. Große Arten eignen sich hervorragend als Leitstauden und verleihen einem Beet Farbe. Damit Phlox richtig wirkt, sollte er ebenfalls in Gruppen gepflanzt werden. Die einzigen Farben, die diese Pflanzen nicht hervorbringen, sind Blau und Gelb, ansonsten ist auf der Farbskala so ziemlich alles vertreten. Phlox wird am besten über die Teilung vermehrt. Dafür wird etwa bis drei Wochen nach der Blütezeit abgewartet. Dann werden die Stängel bis in Bodennähe zurückgeschnitten. Nach dem Ausgraben wird die Pflanze geteilt und die Stauden an ihren neuen Standorten wieder eingesetzt.

Sehr farbenreich ist auch der Hibiskus. Er wächst entweder als Strauch oder als Staude, je nach Art. Deshalb eignet sich der Hibiskus entweder als Leitstaude im Beet, aber sehr gut auch als blühende Hecke. Hibiskus kann genauso in raueren Lagen kultiviert werden, weil er winterhart ist. Wer sich im folgenden Jahr über viele Blüten freuen möchte, muss den Hibiskus im August stark zurückschneiden. Er wird im nächsten Frühjahr umso mehr austreiben und viele Blüten bilden.

Die Anspruchslosen

Johanniskraut wächst am besten wild, zum Beispiel auf wenig bearbeiteten Hängen und auf mageren und trockenen Böden. Es kann allerdings auch im Blumenbeet kultiviert werden. Dann sollte jedoch auf einen sonnigen Standort geachtet werden. Zwar wächst das strauchartige Johanniskraut auch in Schattenlagen, dort ist es jedoch kleiner vom Wuchs. Johanniskraut braucht keine Pflege, lediglich ein gelegentlicher Rückschnitt im Abstand von vier bis fünf Jahren tut der Pflanze gut. Die Vermehrung erfolgt durch Stecklinge oder idealerweise durch Selbstaussaat.

Die Goldrute gehört zu den anspruchslosesten Gartenpflanzen und wächst so ziemlich an jedem Standort und auf jedem Boden. Goldruten sollten aufgrund ihrer Höhe auch mehr in der Mitte eines Staudenbeetes oder am Gartenrand platziert werden. Sie blühen auch noch recht spät, wenn viele andere Stauden schon längst ihre Blütezeit hinter sich haben. Goldruten sind deshalb nicht nur im Beet, sondern gleichfalls im Blumenstrauß ideale Partner von Herbstastern und anderen Herbstblühern sowie buntlaubigen Gehölzen.

Die Vermehrung

Nach der Blütezeit können viele sommerblühende Stauden durch Teilung vermehrt werden. Hierzu gehören neben dem Phlox auch die Margeriten, der Islandmohn und die Alpenastern. Verblühte Rosen können ebenfalls in diesem Monat geschnitten werden. Dabei werden nur die Blütenstände gekappt. Das erste voll entwickelte Blatt unter dem Blütenstand wird dabei stehen gelassen.

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3. Laubhecken pflanzen

Die alte Regel, nur in den Monaten mit "R" zu pflanzen, gilt nur noch bedingt, seit Baumschulen und Gärtnereien viele Pflanzen im Container anbieten. Diese können nämlich auch ganzjährig gepflanzt werden. Laubhecken oder Thuja-Hecken, die neu angelegt werden sollen, können bereits im August gepflanzt werden, so haben die Neuzugänge genügend Zeit, in der Erde Fuß zu fassen, bevor der nächste Winter kommt. Im Frühjahr haben die Pflanzen bereits einen Vorsprung und treiben kräftig aus.

Hecken haben gegenüber einer Einzäunung des Grundstücks viele Vorteile. Lebende Einfriedungen, ob immergrün oder gar blühend, verleihen einem Garten mehr Charakter als dies mit einem Zaun aus Holz oder Metall jemals möglich wäre. Hecken dienen als Schutz vor Blicken von außen, als Schutz vor Wind, Abgasen und Lärm und verhindern unerlaubtes Betreten des Grundstücks. Darüber hinaus bieten Hecken für viele Tiere einen Lebensraum und Zufluchtsort, was wiederum dem Garten zu Gute kommt, denn in der Hecke leben viele Nützlinge, die die chemische Keule im Garten überflüssig machen.

Hecken für die Struktur

Neben der Eingrenzung des ganzen Grundstücks können Hecken aller Art aber auch eingesetzt werden, um dem Garten Struktur zu geben und bestimmte Bereiche, wie Blumenbeete und Sitzecken von anderen Flächen abzugrenzen. Je nach Einsatzzweck der Hecke richtet sich auch die Auswahl der Pflanzen. Niedrig wachsende Pflanzen können zur Einfriedung von Beeten genommen werden. Sehr harmonisch wirken Hecken aus niedrig wachsendem Lavendel um Rosenbeete herum. Diese haben den Vorteil, dass sie zusätzlich Schädlinge von den Rosen fern halten. Hecken aus Buchsbaum können ebenfalls klein gehalten werden und sind für die Umrandung von Kräuterbeeten, Staudenbeeten oder als Wegbegrenzung immer wieder gern genommen.

Die Auswahl der Hecke

Wer sein Grundstück mit einer Hecke begrenzen möchte, steht vor der Qual der Wahl. Thuja, Rhododendron, Stechpalme und Feuerdorn zum Beispiel sind auch im Winter grün und erfüllen den Zweck des Sichtschutzes rund ums Jahr. Wer Unbefugte vom Grundstück fernhalten möchte, wählt vielleicht dornige Hecken wie Heckenrose, Berberitze, Weißdorn oder Stechpalme. Bambus wächst schnell und ist überall dort gefragt, wo ein schneller Sichtschutz erwünscht ist. Forsythien, Rhododendren und Heckenrosen erfreuen zusätzlich mit saisonal bedingter Blütenpracht. Wer sich eine leicht formbare Hecke wünscht, ist mit Buche, Haselnuss oder Thuja gut beraten. Beim Pflanzen der Hecke sollte ebenso die Lage des Grundstücks bedacht werden. Manche Pflanzen vertragen zum Beispiel Streusalz ganz schlecht und eignen sich nicht zur Pflanzung in Straßennähe.

Vorbereitungen für das Pflanzen

Bevor die Hecke gepflanzt wird, muss der Boden gut vorbereitet werden. Dazu gehört ein zweimaliges Umgraben. Beim zweiten Umgraben wird dabei zweckmäßigerweise gleich organisches Material eingearbeitet. Nun wird ein paar Tage abgewartet, bis sich die umgegrabene Erde gesetzt hat, dann wird darüber noch einmal Volldünger gegeben. All diese Vorbereitungen sollten eine Weile vor dem eigentlichen Pflanzen geschehen. Vor dem Pflanzen wird alles noch einmal umgegraben, bevor die Setzlinge in die Erde gebracht werden.

Je nach Pflanzenart muss ein bestimmter Abstand eingehalten werden. Die Abstände zwischen den Pflanzen sollten fortlaufend gleichmäßig sein, damit später keine Löcher in der Hecke entstehen. Nach dem Pflanzen wird das Ganze gut angegossen. Wie oft nach dem Pflanzen gegossen werden muss, richtet sich nach der gewählten Pflanzenart. Tipps zum Hecke schneiden

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4. Nadelgehölze pflanzen

Nadelgehölze gehören in jeden Garten. Sie sorgen für besondere Akzente auf bestimmten Flächen und natürlich in großen Beeten. Dort dienen sie als Leitpflanzen, um die herum blühende Stauden und Bodendecker platziert werden. Nadelgehölze bringen den Vorteil, dass sie im Garten für Leben sorgen, wenn Laubgehölze längst ihre Blätter abgeworfen haben und Stauden verblüht und zurückgeschnitten worden sind. Große Bäume bieten sich zudem um die Weihnachtszeit herum für festliche Dekorationen und Außenbeleuchtungen an. Des Weiteren dienen sie als Lebensraum und Schattenspender für viele nützlich Lebewesen im Garten.

Die Auswahl der Nadelgehölze

Die Auswahl der Nadelgehölze ist riesig. Schön ist eine Kombination verschiedener Arten, damit mehr Abwechslung im Garten aufkommt. Neben echten Tannen, Blautannen und Fichten bieten sich Kiefern, Thujen, Zypressen, Eiben, Wacholdergewächse, wie der Sadebaum, Douglasien und Hemlocktannen an. Lärchen sind zwar nicht immergrün, aber dennoch beliebt. Wer das Besondere sucht und seine Nadelgehölze im Garten in den Mittelpunkt stellen möchte, ist mit Sorten, die eine besondere Wuchsform aufweisen, wie die Koreatanne, gut beraten.

Standort und Bodenqualität für Nadelgehölze

Wer Nadelgehölze in die Gartengestaltung einbeziehen möchte, sollte schon im Vorfeld bedenken, dass viele Sorten mit den Jahren eine gewaltige Höhe erreichen können und mit Durchmessern bis zu sechs Metern oder mehr aufwarten. Deshalb sollten ausladende Nadelgehölze nicht in irgendeine Ecke im Garten gepflanzt werden, sondern eine Einzelstellung bekommen. Wer mit wenig Platz auskommen muss, wählt besser Koniferengewächse, wie Scheinzypressen oder Thujen. Diese kommen mit wenig Platz aus und wachsen mehr in die Höhe als in die Breite. Es wäre doch schade, müsste ein stattlicher Baum wegen Platzmangel umgesetzt werden. Die wenigsten vertragen das spätere Verpflanzen und gehen an ihrem neuen Standort ein. Vor der Auswahl der Pflanzen sollte auch die Bodenqualität berücksichtigt werden. Während die Douglasie sehr anspruchslos ist und sogar auf mageren Böden gut gedeiht, brauchen andere Gehölze schon eine gewisse Bodenqualität, um gut zu gedeihen. Wichtig ist auch der Standort selbst. Für reine Schattenplätze bleibt eigentlich nur der Taxus, andere Sorten brauchen wenigstens einen halbschattigen, besser noch einen sonnigen Platz.

Die Pflanzzeit für Nadelgehölze

Der späte Sommer und frühe Herbst bietet sich nahezu an, Nadelgehölze im Garten zu pflanzen, denn diese Pflanzzeit kommt den besonderen Ansprüchen der Gewächse entgegen. Der Boden ist zu dieser Jahreszeit noch schön warm, was es den Wurzeln leichter macht, sich in dem Boden heimisch zu fühlen und den Baum fest zu verankern. Die Außenluft ist nicht mehr so trocken wie im Hochsommer, die Abende, Nächte und frühen Morgenstunden sind schon wieder kühler. Da Koniferen im Sommer sehr zur Austrocknung neigen, sind diese Wetterbedingungen zum Pflanzen also ideal.

Containerpflanzen könnten zwar das ganze Jahr gesetzt werden, die Pflanzzeit sollte aber besser auch auf die Monate August und September gelegt werden. Wird die Pflanze im Jutesack angeboten, wird der Sack vor dem Pflanzen in einen Eimer mit Wasser gestellt, damit die Wurzeln genügend Feuchtigkeit bekommen. Das Wässern sollte mindestens eine Stunde dauern.

Die Vorbereitungen und das Pflanzen

Der Boden wird zwei Spatentiefen gelockert, damit die nach unten wachsenden Wurzeln leichtes Spiel haben. Das Pflanzloch sollte so tief sein, dass beim Einsetzen der Pflanze in das Loch der obere Teil des Jutesacks noch sichtbar ist. Der Sack wird nun geöffnet und im Loch ausgebreitet, die Wurzeln wachsen später hindurch. Nun das Loch schließen und die Erde festtreten. Eine Düngung ist bei der Pflanzung nicht nötig, sondern erst im Frühling des folgenden Jahres.

Großartiges wässern muss ebenfalls nicht sein, leichtes Angießen genügt. Wird die Erde zu sehr eingeschlämmt, ist es für die Pflanze schwerer, Halt zu finden als in einem gut gelockerten, aber wenig feuchten Boden. An den folgenden Tagen sollte auch jeweils schwach gegossen werden, denn die Pflanze zehrt noch von der Bewässerung im Jutesack. Größere Exemplare sollten mit drei Pflöcken abgestützt werden, damit sie nicht umfallen. Dafür werden die Pflöcke kreisförmig um den Baum drapiert und dann jeweils mit dem Stamm verbunden.

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5. Jetzt schon planen, düngen und vorbereiten für das nächste Jahr

Abgesehen von den Wintergemüsen werden die Beete nun nach und nach immer leerer. Auch Beerensträucher und Obstbäume werden abgeerntet, so dass es hinsichtlich der Ernte nicht mehr so viel zu tun gibt. Je leerer die Beete werden, umso mehr kann es schon an das Planen für das nächste Jahr gehen. Das A und O für gute Bedingungen für die nächste Gartensaison ist die Qualität des Bodens. Die Pflanzen haben dem Boden nun reichlich Nährstoffe entzogen, durch Ernten und Jäten konnte auf dem Boden keine natürliche Rotte stattfinden, so dass dem Boden nun wieder Nährstoffe von außen zugeführt werden müssen.

Nährstoffe für den Boden

Eine gute Möglichkeit, dem Boden Nährstoffe zuzuführen und gleichzeitig Unkraut zu unterdrücken, ist die Gründüngung. Hierfür werden bestimmte Pflanzenarten auf den freien Beeten ausgesät. Die Pflanzen sorgen durch ihr Wachstum für eine bessere Struktur des Bodens. Gründüngungen sind als Einzelsorten oder Mischungen erhältlich. Die Pflanzen werden bis nach der Blüte stehen gelassen, manchmal auch bis nach dem Frost. Arten, die Frost vertragen, werden sogar bis zum nächsten Frühjahr auf den Beeten gelassen. Dann wird die Gründüngung über dem Boden abgeschnitten, etwas zerkleinert und in den Boden eingearbeitet. Anstelle von Gründüngung kann auch Grobkompost auf die leeren Beete aufgebracht werden. Dieser verhindert ebenfalls das Wachstum von unerwünschtem Unkraut und verrottet bis zum nächsten Frühjahr. Bei der Bodenbearbeitung wird er dann in den Boden eingebracht.

Neben den natürlichen Maßnahmen zur Düngung werden im Handel zahlreiche Arten von Düngungen angeboten. Zu den organischen Düngern gehören Algenextrakt, Guano oder Hornmehl. Bei diesen Düngern werden die Nährstoffe erst im Boden aufgeschlossen. Mineralische Dünger wirken sehr schnell und sind in der Zusammensetzung genau auf die Bedürfnisse des Bodens abgestimmt. Zu den mineralischen Düngern gehört zum Beispiel Gesteinsmehl. Ideal ist eine Mischung aus beidem. Bei den Mischungen werden zum Beispiel organische Dünger mit Gesteinsmehl vermischt.

Die Düngung für die Pflanzen

Neben der Düngung des Bodens sollte auch die Düngung der verbleibenden Pflanzen nicht vergessen werden. Sollte es bisher noch nicht geschehen sein, kann Rhabarber eine Gabe Kompost gebrauchen. Pflanzen, die im Haus überwintern sollen, müssen eventuell noch einmal geteilt und in andere Gefäße umgesetzt werden.

Der Gartenplan

Wer in diesem Jahr einen Gartenplan aufgestellt hat, hat es bei der Planung für das nächste Jahr einfacher. Die Fruchtfolgen können fortlaufend eingehalten werden. Auf Beeten, wo zuletzt Kohl gewachsen ist, welcher zu den Starkzehrern gehört, sollten im folgenden Jahr weniger anspruchsvolle Pflanzen wachsen. Auch wenn der Gartenplan für die nächste Saison noch nicht exakt ausgearbeitet werden kann, ist es doch wichtig, schon einmal eine grobe Einteilung vorzunehmen. Diese hilft, den Bedarf an Pflanzen und Samen im nächsten Jahr besser einschätzen zu können, was die Planung wesentlich erleichtert.
Text: B. L.

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