Der Januar im Garten - Reise durch das Gartenjahr - Teil 1:

Im Januar ist noch nicht viel im Garten zu machen? Das ist nicht ganz richtig. Zwar nutzt man diesen Monat eher für die Planung und zum Aufräumen, man kann aber auch Bäume und Sträucher schneiden.

Welche Gartenarbeit kann man im Januar erledigen?

Beeren am Strauch bei Frost
Welche Gartenarbeit kann man im Januar erledigen?
Foto: © oboe

1. Planen und gestalten

Der Hobbygärtner ist während der Winterruhe im Garten keineswegs zum Nichtstun verurteilt. Auch im Winter gibt es einiges zu tun. Allem voran steht die Planung für das nächste Gartenjahr. Jetzt, wo die Beete leer sind, lohnt sich ein Gang durch den Garten, um einen Plan für das nächste Jahr aufzustellen. Am besten ist es, wenn schon eine Skizze des Gartens vorliegt, auf der alle vorhandenen Beete und Pflanzen eingezeichnet sind. Aufgrund dieser Skizze können Überlegungen angestellt werden, welche Stauden im März neu angeschafft werden können. Dabei sollte daran gedacht werden, dass die Stauden gut zu den vorhandenen passen und möglichst alle Stauden unterschiedliche Blühzeiten aufweisen, so dass im Beet vom Frühjahr bis zum Herbst farbliche Akzente vorhanden sind.

Bei der Planung neuer Beete sollte daran gedacht werden, die Stauden entsprechend ihrer Wuchshöhe zu setzen und möglichst zueinander passende Farben zu wählen. Die beste Pflanzzeit für Stauden ist der März, wenn auch die alteingesessenen Pflanzen zum Leben erwachen. Im Winter sterben die oberen Teile der meisten Stauden ab, bevor im Frühjahr ein Neuaustrieb aus dem Wurzelstock erfolgt. Manche Stauden brauchen hin und wieder eine Teilung und einen Ortswechsel, um weiterhin zu gedeihen. So zum Beispiel der Rittersporn. Dieser sollte maximal vier Jahre am gleichen Platz bleiben und dann geteilt und umgesetzt werden, damit er nicht irgendwann auf Nimmerwiedersehen verschwindet.

Aber nicht nur die Blumenbeete bedürfen genauer Planung, sondern ebenso der Nutzgarten. Um eine reiche Ernte zu erzielen, sollte darauf geachtet werden, eine bestimmte Fruchtfolge einzuhalten. Starkzehrer, die dem Boden sehr viele Nährstoffe entziehen, sollten nicht jedes Jahr am gleichen Standort gepflanzt werden. Der Standort sollte jährlich wechseln, damit der Boden sich erholen kann und ein ausreichender Ertrag sichergestellt ist. Zu den Starkzehrern gehören unter anderem Rosenkohl, Porree, Kartoffeln, Weiß- und Rotkohl, Blumenkohl und Rhabarber.
Tipps für die Gartenplanung

In einem Feld, wo im letzten Jahr Starkzehrer standen, sollten im folgenden Jahr Schwachzehrer gepflanzt werden. Hierzu gehören die Hülsenfrüchte. Die Starkzehrer sollten in das Feld weiterrücken, in dem zuvor die Mittelzehrer gestanden haben. Dies sind zum Beispiel Salate, Zucchini, Rettich, Radieschen, Möhren und Zwiebeln.

Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass manche Pflanzen sich in unmittelbarer Nachbarschaft das Leben schwer machen, während sich andere perfekt ergänzen. Gute Kombinationen sind Kohlrabi und Erbsen, Salate und Radieschen, Möhren und Lauch, Buschbohnen und Kohl sowie Knoblauch, Petersilie und Tomaten. Gerade bei einem Gemüsegarten mit kleiner Fläche ist die genaue Planung der Abfolge der verschiedenen Gemüse sehr wichtig, um die vorhandene Fläche bestmöglich zu nutzen.

Nicht zuletzt können jetzt schon neue Gestaltungsmöglichkeiten ins Auge gefasst werden, wie zum Beispiel neue Sitzecken im Garten, die Gestaltung verwilderter Teilstücke oder das Anlegen eines Gartenteichs.

Damit Pflanzen gut gedeihen, kommt es auf den Standort an und auf das jeweilige Klima, in dem sie wachsen. Pflanzen, die die Sonne brauchen, wachsen nun einmal im Schatten nicht gut. Anders herum nützt der sonnigste Standort nicht viel, wenn in dem Gebiet ein raues Klima herrscht und es oft sehr windig ist. Viele Pflanzen, die nicht ausreichend geschützt sind, tun sich dann schwer. Deshalb können so genannte Gartenkalender nur einen groben Abriss der vorzunehmenden Gartenarbeiten liefern.

Für den Einzelnen kann es hilfreich sein, ein Garten-Tagebuch anzulegen, in dem alles festgehalten wird. Hinein kommen die jeweils vorgenommenen Arbeiten und das vorherrschende Klima in diesem Zeitraum, also ob es geregnet oder ob die Sonne geschienen hat und ob es windig war. Ebenso sollte festgehalten werden, wie lange die Keimdauer der jeweiligen Pflanzen war, wann die Blütezeit war und wann die Pflanzen Früchte getragen haben.

Anhand dieses detaillierten Garten-Tagebuchs können Gärtner ihren Garten und die darin wachsenden Pflanzen besser beurteilen und im folgenden Jahr einige wertvolle Verbesserungen vornehmen. Pflanzen, die im Garten nicht gut wachsen, brauchen entweder mehr Unterstützung oder falls das nicht möglich ist, sollte besser darauf verzichtet werden. Dafür sollte dann den Pflanzen der Vorzug gegeben werden, die mit den Bedingungen gut zurecht kommen.

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2. Aufräumen und Ausbessern

Jetzt ist der Zeitpunkt ideal, um Aufräum- und Ausbesserungsarbeiten vorzunehmen. Bei milder und trockener Witterung können beispielsweise die Fugen der Wege gesäubert und mit Sand aufgefüllt werden, falls dies noch nicht geschehen ist. Wer im Herbst seine Gartengeräte noch nicht gesäubert hat, sollte das spätestens jetzt nachholen. Dazu gehören auch die verschiedenen Blumentöpfe, Kübel und Kästen. Diese sollten erst einmal grob von verbliebener Erde und Schmutz befreit und anschließend gründlich abgewaschen werden. Das Abwaschen ist wichtig, damit eventuell noch vorhandene Schädlinge und Keime bei der Neubepflanzung im Frühjahr keinen Schaden anrichten.

Defekte Gartengeräte können jetzt in Ruhe repariert werden. Die Geräte, die sich nicht mehr reparieren lassen, müssen ersetzt, Fehlendes hinzu gekauft werden. Gerade in den Wintermonaten sind Gartenartikel aus alten Lagerbeständen günstig zu bekommen, weshalb sich der Gang in den Baumarkt oder in das Gartencenter doppelt lohnen kann. Auch an Ersatzteile für den Rasenmäher oder die Motorsense sollte gedacht werden, damit in der kommenden Gartensaison alles Nötige vorhanden ist.

Solange das Wetter es zulässt, können Gartenzäune und Rankgitter repariert werden. Gartenmauern und Pflanzringe, die durch abgesackte Erde instabil und schief geworden sind, können jetzt ausgebessert oder neu gesetzt werden. Wer einen trockenen Raum zur Verfügung hat, kann nun auch den unansehnlich gewordenen Gartenmöbeln einen neuen Anstrich verpassen. Alle Dinge, die das Leben draußen schöner machen, wie Grill oder Feuerkörbe bedürfen vielleicht einer Inspektion und Reinigung.

Wer selbst kompostiert, sollte sich schon einmal um neue Kompostbehälter kümmern und diese an ihrem vorgesehenen Platz aufstellen. Die Auswahl der Behältnisse ist sehr groß, von Holz über Metall bis hin zu den praktischen Thermokompostern ist alles dabei. Bäume, die der Verwendung als Feuerholz dienen sollen, müssen in den Wintermonaten gefällt werden, solange sie noch nicht "im Saft stehen".

Zur Verlängerung der Gartensaison, vor allem in Gebieten mit rauerem Klima, kann die Anschaffung von Frühbeeten und Gewächshäusern lohnenswert sein. Hier können die ersten Pflanzen für das Freiland beizeiten herangezogen werden. Wintergemüse und Kräuter können im Gewächshaus auch bei Eis und Schnee stets frisch geerntet werden. Baumärkte bieten verschiedene Bausätze für jeden Bedarf an. Handwerklich Begabte können natürlich auch selbst Hand anlegen und sich ein Gewächshaus und / oder Frühbeet nach eigenen Vorstellungen bauen. Bereits vorhandene Gewächshäuser sollten auf Schadstellen überprüft und bei Bedarf gereinigt werden.
Tipps zur Pflege Ihrer Gartenmöbel

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3. Veredeln und Pflege von Obstgehölzen

Manche Obstbäume blühen zwar reichlich, tragen aber anschließend nur wenige bis gar keine Früchte. Dann wird es Zeit für eine Veredelung. Es gibt Obstsorten, die zur Befruchtung eine zweite Sorte benötigen. Bei der Veredelung können Gärtner ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Am besten ist es natürlich, zum Veredeln die Sorten zu nehmen, die am schmackhaftesten sind und reich tragen. Richtig interessant wird es jedoch, wenn an einem Apfelbaum mehrere Sorten Äpfel veredelt sind. Durch die besonders lange Blühzeit und die unterschiedlichen Früchte lenkt so ein Baum nicht nur Aufmerksamkeit auf sich, sondern beschert dem Besitzer eine reiche und vor allem vielseitige Ernte. Im günstigsten Fall besteht der Baum aus Sorten, die zum Teil sofort verwertet werden können und zum anderen Teil lagerfähig sind, damit ein Wintervorrat angelegt werden kann. Sorten wie Boskop müssen sogar eingelagert werden, um den vollen Geschmack zu erreichen.

Experimentierfreudige Gärtner können auch einmal versuchen, eine andere Obstsorte an einem Apfelbaum zu veredeln, zum Beispiel Birne. Gerade für kleinere Gärten, die wenig Platz für Obstbäume bieten, ist ein solcher Baum die ideale Lösung.

Wer im Garten keine eigenen Reiser zur Verfügung hat, kann im Handel Edelreiser zum Aufpfropfen kaufen. Ansonsten sollten die Reiser aus dem Garten in der zweiten Januarhälfte gewonnen werden, weil diese Schnittzeit am günstigsten ist. Die Reiser sollten von der Sonnenseite geschnitten werden, weil hier die Triebe am gesündesten und kräftigsten sind. Die Triebe sollten vom Vorjahr stammen und ungefähr 30 Zentimeter lang abgeschnitten werden. Die ideale Dicke der Triebe ist fünf bis sechs Millimeter. Nachdem die Reiser geschnitten sind, müssen sie mit der entsprechenden Obstsorte sowie "unten" und "oben" gekennzeichnet werden, damit sie später richtig aufgepfropft werden. Danach können die Reiser gebündelt werden, bevor sie an einer schattigen Stelle im Garten im Boden gelagert werden. Der Schattenplatz ist wichtig, damit die Reiser bis zum Aufpfropfen im März nicht ausschlagen. Das Eingraben in der Erde verhindert, dass die Triebe während der Lagerung austrocknen.

Neben dem Veredeln ist auch die Pflege des Stamms nun ein Thema. Stämme von älteren Bäumen müssen mit Hilfe einer Drahtbürste von loser Rinde befreit werden. Bei unterschiedlichen Temperaturen kann es sonst zum Einreißen der Rinde kommen. Ein idealer Nistplatz für Schädlinge. Im Handel gibt es einen weißen Stammanstrich für Bäume, der ein übermäßiges Aufheizen der Rinde verhindert. Selbst hergestellte Kalkmilch erfüllt denselben Zweck. Hierfür werden 2,5 Kilogramm Branntkalk mit zehn Litern Wasser vermischt und auf den Stamm aufgestrichen. Veredelungsarten für Obstgehölze

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4. Rückschnitt von Beerensträuchern und Blütengehölzen

Bäume zurückschneiden
Auch im Januar gibt es Arbeit im Garten!
Foto © LianeM

Während im Dezember die Gehölze, die nur langsam wachsen, bereits zurückgeschnitten wurden, wird es jetzt im Januar Zeit für die Sträucher mit stärkerem Wachstum.Im Groben können bei den Blütengehölzen in diese Kategorie alle Sträucher eingeordnet werden, deren Blütezeit nach dem Flieder ist. Vor allem Blütengehölze, die im Vorjahr nur wenig Blüten ausgebildet haben, brauchen durch einen kräftigen Rückschnitt Unterstützung. Zurückgeschnitten werden sollten hier alle alten Zweige. Diese alten Triebe beanspruchen zu viel Kraft von der Pflanze, weshalb sie vorrangig entfernt werden sollten. Im Gegensatz zu grünen Gehölzen und Sträuchern müssen Blütengehölze nicht getrimmt werden, sondern sollten ihre natürliche Wuchsform entwickeln und beibehalten dürfen. Lediglich dort, wo die Zweige im Weg sind, sollten diese auch - sparsam - entfernt werden.

Blütengehölze, die bereits im Frühling blühen, haben im Januar schon Knospen und sollten nicht beschnitten werden. Ein Rückschnitt dieser Gehölze erfolgt zu einer anderen Zeit. Zu den Frühblühern gehören unter anderem Forsythien und Rhododendron.

Auch die meisten Beerensträucher können im Januar einen Rückschnitt vertragen, sofern die Witterung es zulässt. Es sollte nicht kälter als minus fünf Grad Celsius sein. Bei feuchter Witterung sollte kein Schnitt erfolgen, denn dann besteht die Gefahr der Holzfäule, weil die Schnittwunden vom Rotpustelpilz befallen werden können.

Bei Schwarzen Johannisbeeren sollten nur einjährige Triebe stehen bleiben, weil diese den höchsten Ertrag versprechen. Ältere Triebe werden deshalb bis in das untere Drittel eingekürzt. Manchmal ist bei der Schwarzen Johannisbeere ein Rückschnitt bis zum Boden besser, nämlich dann, wenn sich aus dem Wurzelstock heraus genug Jungtriebe entwickelt haben.

Anders sieht es bei der Roten Johannisbeere aus. Die Roten Johannisbeeren tragen besser, wenn die Triebe zwei bis drei Jahre alt sind. Triebe, die das Alter von fünf Jahren überschritten haben, sollten ganz unten herausgeschnitten werden. Die alten Triebe sind sehr gut daran zu erkennen, dass ihr Holz dunkler ist. Am Ende sollte der Strauch zwei bis drei, maximal jedoch acht bis zwölf Jungtriebe haben, die vom Boden aus wachsen. Dann besteht eine gute Aussicht auf hohen Ertrag.

Der Rückschnitt von Stachelbeeren wird ähnlich gehandhabt, denn auch diese Sträucher tragen an den Vorjahrestrieben am besten. Himbeeren dürfen großzügig beschnitten werden. Nachdem abgetragene Ruten abgeerntet wurden, werden diese direkt über dem Boden abgeschnitten. Schwache Jungtriebe werden keine Früchte hervorbringen und kosten der Pflanze unnötig Kraft. Deshalb können genauso diese Triebe komplett entfernt werden. Im Idealfall verbleiben nach dem Schnitt maximal zwölf Ruten pro laufendem Meter. Wenn diese verbliebenen Ruten im Januar nochmals gekürzt werden, wird der Gärtner mit Qualität statt Quantität belohnt. Die Früchte fallen besonders groß aus.

Lediglich Brombeeren sollten jetzt noch nicht geschnitten werden, denn sie vertragen keinen Frost und könnten bei strengen Minusgraden stark in Mitleidenschaft gezogen werden.

Auch Wildhecken sollten nicht geschnitten werden, denn sie bieten gerade im Winter einen idealen Zufluchtsort für viele Tiere. Das Auslichten der Hecken würde ebenso dazu führen, dass Vogelnester aus ihrer Verankerung gerissen werden. Tipps zum Hecke schneiden

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5. Bestände kontrollieren

Während der Wintermonate sollte eingelagertes Gemüse, egal ob im Keller oder in der Freilandmiete, regelmäßig überprüft werden. Gemüse und Obst, was zu faulen beginnt, muss umgehend entfernt werden, damit der Rest nicht auch befallen wird. Zur Einlagerung in Freilandmieten sind neben Kartoffeln genauso Wurzelgemüse, wie Möhren und Pastinaken, weiterhin Rosenkohl, Porree, Schwarzwurzeln und Grünkohl geeignet. Wintergemüse können sogar bis in den Januar in der Erde bleiben und dann frisch geerntet werden. Dazu gehören Grünkohl, Möhren, Feldsalat, Rosenkohl, Radicchio und Petersilie. Allerdings dürfen die Pflanzen nicht zu starkem Frost ausgesetzt werden, da sie sonst nach dem Auftauen beginnen zu faulen.

Möhren können genauso im Keller in einer Sandkiste gut eingelagert werden, Zwiebeln werden am besten hängend, in Bunden oder zum Zopf geflochten, aufbewahrt. Weißkohl und Rotkohl bleiben in luftigen Netzen und ebenfalls hängend, lange frisch. Kürbisse und Äpfel lagern am besten im trockenen Regal und mit ausreichendem Abstand zueinander, damit die Luft zirkulieren kann. Kartoffeln werden am besten in speziell dafür vorgesehenen Holzkisten gelagert.

Anhand des erstellten Gartenplans können schon einmal Samen der vorgesehenen Pflanzen gekauft werden. Bei bereits vorhandenen Samen vom Vorjahr muss überprüft werden, ob diese noch trocken sind. Um die Qualität zu prüfen, sollte von jeder Sorte eine Keimprobe vorgenommen werden.

Bestimmte Gemüse- und Blumensorten können bereits im Januar ausgesät werden, damit sie im Frühjahr fit für das Freiland sind. Zu den Gemüsesorten, die schon ausgesät werden können, gehören unter anderem Kopfsalat, Wirsing und Blumenkohl, Kohlrabi und Weißkohl. Außerdem kann schon mit der Aussaat von Lobelien, Tagetes, Petunien und Begonien begonnen werden. Dann gibt es noch bestimmte Pflanzenarten, die als Kaltkeimer bezeichnet werden. Diese Pflanzen brauchen einen Monat lang Temperaturen zwischen minus fünf Grad Celsius und plus vier Grad Celsius, damit sie überhaupt keimen. Diese Kaltkeimer lassen sich am besten heranziehen, indem sie in Töpfe ausgesät, gut gewässert und die ersten 14 Tage in der Wohnung stehen gelassen werden, damit sie aufquellen können. Dann sollten sie nach draußen in den Schatten umgesiedelt werden. Eine Plastiktüte schützt zwar vor allzu strenger Kälte, aber wenn das Klima nicht mild genug ist und strenge Fröste drohen, werden die Töpfe besser in den Kühlschrank gestellt. Zu den Kaltkeimern gehören Lapionblumen, Adonisröschen, Phlox und Tränendes Herz.

Im Januar kann auch der Chicorée angetrieben werden. Hierfür wird das Laub über dem Wurzelhals abgedreht, nachdem die Pflanzen nach den ersten Nachtfrösten ausgegraben wurden. Als Treibbeet eignen sich ein Eimer oder eine Kiste aus Kunststoff, die mit gesiebter Gartenerde, vermischt mit Sand, aufgefüllt wird. Um Staunässe zu vermeiden, vorher ein paar Löcher in den Boden bohren. Die Wurzeln des Chicorée werden nun mit Hilfe eines Pflanzers in diese Mischung gesteckt, und zwar so weit, dass der Ansatz der Blätter noch ein wenig aus der Erde schaut. Seitenwurzeln können notfalls vorher gekappt werden. Leicht angießen und mit Vlies oder dunkler Folie abdecken. Die Temperatur zum Antreiben sollte ungefähr bei zehn bis 16 Grad Celsius liegen. Der Chicorée ist nach drei bis fünf Wochen erntereif.
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Text: B. L.

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