Pflaumenbaum pflanzen

Pflaumen am Baum
Der Pflaumenbaum ist in vielen Gärten zu finden
Foto: © Nitr

Der Standort für einen Pflaumenbaum sollte mit viel Bedacht ausgewählt werden. Hierbei ist ein besonderes Augenmerk auf den pH-Wert zu legen, welcher immer zwischen 6,5 und 7 liegen sollte. Die Pflaume benötigt einen mittelschweren und humusreichen Boden, der im günstigsten Fall feucht und kalkhaltig ist.

Sie benötigt des Weiteren einen sonnigen, warmen und geschützten Standort. Der Boden darf auf gar keinen Fall austrocknen, deshalb wird hier sogar ein Zuwässern in Trockenzeiten empfohlen.

Tipps zur Pflanzung von Pflaumenbäumen

Hier haben wir viele gute Tipps für die Pflanzung und die Pflege von Pflaumenbäumen zusammengestellt. Außerdem finden Sie hier auch eine Übersicht der Pflaumensorten.

Die Pflege des Pflaumenbaumes

Bei der Pflege sollte darauf geachtet werden, dass die Bäume vor der Öffnung der Blüten zum Schutz vor Ungezieferbefall gespritzt werden müssen. Hierzu eignet sich Paraffinöl oder auch ganz spezielle auf die Pflaumensorte abgestimmte Spritzmittel aus dem Fachmarkt. Der Pflegeaufwand hält sich aber bei allen Pflaumensorten in Grenzen, nur ein Hacken im Frühjahr und ein Ausbringen einer dicken Humusschicht im Mai und im Oktober sollte zu den Standard-Pflegemaßnahmen gehören. Wichtige Pflegehinweise, was die Düngung von Pflaumen betrifft, sind unter anderem, dass bei geschwächten Bäumen mit der Düngung ausgesetzt werden sollte. Gut gewachsene Pflaumenbäume sollten im Abstand von 14 Tagen mit Volldünger, in flüssiger oder pulverisierter Form, nachgedüngt werden.

Der Schnitt von Pflaumenbäumen

Beim Schnitt von Pflaumenbäumen ist wissenswert, dass nicht alle Pflaumensorten jährlich beschnitten werden müssen. Der Schnitt dient bei der Pflaume in den ersten drei bis vier Jahren dem so genannten Kronenaufbau. In den Folgejahren dient der Schnitt dazu, dass eine ständige Fruchtholzerneuerung vonstatten gehen kann. Die besten und schönsten Früchte einer Pflaume wachsen immer aus dem jungen Holz des Baumes, daher sollte das Altholz ständig entfernt werden. Die Auslichtung des Altholzes sollte grundsätzlich nach der Ernte erfolgen. Hier gilt, wie auch bei allen Steinobstsorten, dass der Schnitt grundsätzlich nach Ernteabschluss erfolgt, denn bei der Pflaume kann es passieren, dass nach einem späteren Schnitt die Bleiglanzkrankheit auftreten kann. Wichtig beim Schnitt ist noch, dass genauso alle Wurzeltriebe und Stammaustriebe grundsätzlich entfernt werden müssen.

Krankheiten der Pflaume

Eine weitere Krankheit, die bei der Pflaume neben der Bleiglanzkrankheit auftreten kann, ist die Scharkakrankheit. Hierbei handelt es sich um einen Virusbefall, welcher sich vernichtend auf die gesamte Pflaumenernte niederschlagen wird. Sämtliche Früchte fallen vor Endreife vom Baum, deshalb sollte beim Kauf unbedingt auf resistente Sorten geachtet werden.

Die Verwendung der Pflaume

Die Pflaumen lassen sich sehr vielfältig verwenden, sicherlich werden sie gerne als Frischobst gegessen, aber gleichfalls in anderen Bereichen des täglichen Lebens findet die Pflaume ihre Anwendung. Besonders in dem heute so beliebten Wellnessbereich kommt die Pflaume immer mehr zur Anwendung, sie wird hier verstärkt in der Körperpflege eingesetzt. Seifen mit Pflaumenduft oder Pflaumencremes werden immer beliebter, die Cremes bewirken eine Hautstraffung. Ganz spezielle Anwendung findet die Pflaume in Diätbereich. Wird sie hier als so genanntes Diätgetränk gereicht, bewirkt sie eine Gewichtsreduktion. Besonders die Sorte Königin Viktoria eignet sich als mittelgroße und saftige Pflaume als Bodenbelag für saftigen Kuchen. Ihre Lagereigenschaften sind hervorragend, allerdings eignet sie sich ebenfalls sehr gut zum Einkochen oder zur Herstellung von Pflaumenmus. Sie ist zur Ernte im September besonders fruchtig und jetzt kann gleichermaßen ein wohlschmeckender Saft aus dieser Sorte hergestellt werden. Ansonsten verfügen alle Pflaumensorten über gute bis sehr gute Lagereigenschaften. Im Großen und Ganzen eignen sich Pflaumen aber am besten als Frischobst, denn hier kommen die vielen Aromastoffe vollends zur Geltung. Aber sie können selbstverständlich genauso zu Konfitüre verwertet werden. Wer im Winter die herrlich saftigen Früchte genießen möchte, sollte sie einfrieren, auch hierfür sind sie hervorragend geeignet.
Wohin mit dem Fallobst?
Text: B. L.

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