Birnbaum pflanzen

Birnbaum pflanzen
Wie einen Birnbaum pflanzen? - Foto: © yanadjan - stock.adobe. com

Die Birne stammt wohl ursprünglich aus China und Kleinasien – genaue Ursprungsregionen gibt es nicht. Aber schon Homer berichtete von diesen Früchten. Es wurden schon früh verschiedene Birnensorten gezüchtet und so gab es bereits im 17. Jahrhundert mehr als 250 Sorten. Heute sind es geschätzt ca. 5000 Sorten weltweit. Kein Wunder, denn die Birne schmeckt einfach lecker. Aber auch das Holz des Birnbaum ist für den Möbelbau sehr gefragt.

Birnbaum im Garten pflanzen

Die Birne benötigt einen sehr sonnigen und gleichzeitig aber auch einen absolut geschützten Platz im Garten. Ideal ist die Pflanzung eines Birnbaumes vor einer sonnigen Hauswand. Wird die Birne dann sogar noch als so genanntes Spalierobst gezogen, wird sie von der absorbierenden Wärme der Hauswand effizient profitieren und eine reiche Ernte hervorbringen. Die Bewässerung der Birne ist nur in absoluten Trockenperioden erforderlich. Die Birne benötigt auf jeden Fall einen sehr tiefgründigen Boden, dann steht einem guten Pflanzenwachstum und einer ertragreichen Ernte nichts im Wege. Die Erde sollte regelmäßig mit Humusgaben aufgewertet werden. 

Der richtige Zeitpunkt zum Birnbaum pflanzen
Einen Birnbaum pflanzen kann man theoretisch das ganze Jahr über. Im Winter bei Frost ist das aber nicht so empfehlenswert. Der richtige Zeitpunkt ist wie bei vielen anderen Obstbäumen der Herbst. So hat der Baum ausreichend Zeit Wurzeln zu bilden und kann dann im Frühjahr austreiben.

Wie wird der Birnenbaum gepflanzt?
Zunächst graben Sie ein ausreichend tiefes Loch, in dem die Wurzeln nicht umknicken können. Setzen Sie dann den Baum sowie in einigem Abstand einen Pflanzpfahl hinein und schütten die ausgehobene Erde wieder in das Loch. Etwas festtreten und das erste Mal gießen.

Tipp:
Man benötigt bei der Kultivierung der Birne im heimischen Garten eine Zweitpflanze, da die Birne an sich unfruchtbar ist. Deshalb ist der zweite Baum als Pollenspender notwendig, der sich in unmittelbarer Nähe befinden sollte.

Tipps für die Pflege der Birnbäume:

Damit die Birnbäume viele Früchte tragen, ist die richtige Pflege wichtig. Dazu gehört das regelmäßige Schneiden sowie das Erkennen von Krankheiten:

Die Pflege des Birnbaumes

Der Schnitt der Birne ist in regelmäßigen Abständen vonnöten, nur so kann ein gesundes Wachstum gewährleistet werden. Bei der Krone sollte beachtet werden, dass diese leicht, locker und ausreichend lichtdurchlässig ist, altes Holz deshalb immer zurückschneiden. Auch wenn ein geringes Wachstum zu verzeichnen ist, sollte der Gärtner auf den Winterschnitt als besondere Pflegemaßnahme zurückgreifen. Bei sehr starkem Wachstum empfiehlt sich, die Birne im August zurückzuschneiden und sobald walnussgroße Früchte erkennbar sind, muss ausgedünnt werden. Dabei bleiben nur ein bis zwei Früchte pro Fruchtstand am Baum, wodurch die Farbe und vor allem aber der Geschmack der Birne intensiviert werden. Regelmäßige Düngergaben sollten nicht vernachlässigt werden, denn ausreichende Nährstoffgaben gewährleisten einen ausgewogenen Ertrag. Im Frühjahr sollte mit so genanntem Volldünger gedüngt werden. Im Bereich des Stammes kann ebenfalls mit Humusgaben bis zu zweimal pro Jahr gedüngt werden. Besonders geeignet ist hierfür verrotteter Kompost.

Krankheiten des Birnbaums

Auch die Birne ist nicht resistent gegen Krankheiten. Besonders auffällig bei den Birnensorten sind die so genannten Steinzellen. Hierbei handelt es sich um ganz feste und kleine Gebilde im Fruchtfleisch. Diese sind wiederum sortenspezifisch und auch witterungsbedingt. Der Blütenstecher und der Obstbaumkrebs sind ebenfalls Krankheiten, die vermehrt bei Birnen festzustellen sind. Beim Krebs zeigen die Pflanzen in den Verästelungen Wucherungen auf, die das Wachstum gefährden und sogar ein Absterben zur Folge haben können. Ein Schädling, die Birnenblattgallmücke, richtet sehr großen Schaden an, es kommt zum gesamten Verlust des Laubes und zum Absterben des Baumes.

Die Ernte der Birne

Vom Birnbaum pflanzen bis zur ersten Ernte dauert es schon mal ein paar Jahre. Die Erntezeit für die Birne richtet sich nach der gewählten Sorte, beginnt aber frühestens im August und kann sich durchaus bis in den Oktober hineinziehen.
Ernten Sie nur reife Früchte. Ob eine Birne reif ist merken Sie an der Farbe, die meist ins gelbliche geht sowie an der Konsistenz, wenn Sie die Frucht leicht drücken. Ist sie sehr fest, sollte Sie noch etwas am Baum reifen. Lagern Sie die Birnen am besten an einem kühlen, dunklen Ort (z.B. Keller). So halten Sie sich je nach Reifegrad bis zu zwei Wochen. 

Verschiedene Birnensorten
Es gibt ca. 5000 Birnensorten - Symbolbild: ©

Birnensorten im Sommer, Herbst und Winter

Was wäre ein Herbst ohne Birnen? Die Früchte, die so herrlich grün, gelb oder rot an den Bäumen hängen und so süß schmecken. Dieses leckere Obst kann man roh, als Kompott oder Kuchen essen. Doch ist Birne nicht gleich Birne.
Es gibt mehr als 5000 Birnensorten, wovon heute aber nur noch wenige Sorten im großen Stil angebaut werden. Zu den bekanntesten in Deutschland angebauten Sorten gehören Williams Christ, Clapps Liebling, Köstliche aus Charneux, Gute Luise, Boscs Flaschenbirne und Vereinsdechantsbirne.
Man unterscheidet bei den Birnensorten zwischen Sommerbirnen (z.B. Clapps Liebling), Herbstbirnen (z.B. Gute Luise) und Winterbirnen (z.B. Forellenbirne). Je nach dem in welcher Jahreszeit sie reif werden. Für den Anbau im Garten eignen sich u.a. Clapps Liebling, Williams Christ, Alexander Lucas und die Schweizer Wasserbirne.

Nachfolgend haben wir einige Birnensorten für Sie nach Verwendung und Jahreszeit geordnet.
Bitte beachten Sie: Dies ist nur eine kleine Auswahl. Es gibt weit mehr Birnensortensorten!

Gartenbirnen:

  • Stuttgarter Geißhirtle
  • Petersbirne
  • Harrow Sweet
  • Conférence
  • Pastorenbirne
  • Vereinsdechantsbirne
  • Gräfin von Paris

Mostbirnen:

  • Oberösterreichische Weinbirne
  • Schweizer Wasserbirne
  • Grüne Jagdbirne
  • Gelbmöstler
  • Luxemburger Mostbirne
  • Nägelesbirne
  • Karcherbirne

Dörrbirnen:

  • Palmischbirne
  • Rote Pichlbirne
  • Weißbirne
  • Guyot
  • Glockenbirne
  • Gellerts Butterbirne
  • Kaiser Alexander

Sommerbirnen:

  • Blutbirne
  • Clapps Liebling
  • Gute Graue
  • Römische Schmalzbirne
  • Williams Christ

Herbstbirnen:

  • Boscs Flaschenbirne
  • Gute Luise
  • Köstliche aus Charneux
  • Schweizer Wasserbirne
  • Herzogin Elsa

Winterbirnen:

  • Forellenbirne
  • Josephine von Mecheln
  • Darmstädter Bergamotte
  • Glücksbirne
  • Winterdorn

Die Verwendung der Birne

Birnen werden meist roh aus der Hand gegessen. Man kann sie außerdem im Obstsalat werden, sie einkochen oder einfrieren, um in der kalten Jahreszeit ein leckeres Kompott zu haben oder einen Kuchen backen zu können. Des Weiteren kann man aus Birnen Schnaps und Most herstellen. Immer beliebter wird auch das Dörren der Birne, um sie dann als Trockenobst beispielsweise im Müsli zu verwenden.
In unserem Portal finden Sie noch weitere Ratgeberartikel zum Thema Obstgarten.
(Text: B. L.)

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