Rosen pflanzen im Garten

Rosen pflanzen
Rosen pflanzt man im Herbst
Foto: © Genia

Rosen schmücken den Bauerngarten genauso wie die kleine grüne Oase hinter dem Reihenhaus in der Stadt. Doch bevor Sie neue Rosen anpflanzen ist es wichtig, sich ausreichend mit der Materie zu beschäftigen. Denn nur wenn Standort, Bodenbeschaffenheit und der richtige Pflanzzeitraum stimmen, stehen die Chancen auf prächtige Rosen gut. Sind die Pflanzbedingungen dagegen nicht optimal, so ist die Pflanze deutlich anfälliger für Krankheiten und Schädlinge haben ein leichtes Spiel.
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Anleitung zum Rosen pflanzen

Damit die Rosen im Garten gut gedeihen, sollte man beim Pflanzen einiges beachten. Hier haben wir eine kleine Anleitung zur Rosenpflanzung zusammengestellt:

Der richtige Standort für Rosen

Vielleicht stehen Sie in Ihrem Garten und malen sich in Gedanken schon aus, wo Sie gern Ihre Rosen pflanzen möchten. Der Blick aus dem Fenster auf die Rosenstöcke wäre ja so schön oder die Blüten würden ihren lieblichen Duft verbreiten, wenn sie genau am Gartenweg ständen. Doch allein nach solchen Kriterien sollten Sie keinesfalls den Standort auswählen. Rosen mögen es weder zu sonnig noch zu schattig, sie dürfen nicht in einer völlig windstillen Ecke stehen aber auch nicht im Zug dahinvegetieren. Optimal wäre ein luftiger Platz mit südwestlicher oder südöstlicher Ausrichtung, da die Rosen hier nicht die volle Mittagshitze abbekommen. Rosen stehen übrigens gern allein oder sind über einen ausreichenden Abstand zu Nachbarpflanzen dankbar. So haben sie die Möglichkeit, nach einem Regenguss ihr Laub zu trocknen. Und das ist sehr wichtig, da zuviel Feuchtigkeit einen Pilzbefall begünstigt.

Bodenbeschaffenheit beim Rosen pflanzen beachten

Um gesunde Rosenpflanzen sein Eigen zu nennen, kommt der Bodenbeschaffenheit eine ebenso große Bedeutung zu wie dem richtigen Standort. Der Boden sollte tiefgründig und gut gelockert sein, denn nur so ist gewährleistet, dass er das Wasser optimal aufnehmen kann und es zu keiner Staunässe kommt. Oftmals hört man, dass Rosen anfällig für Pilzkrankheiten sind. Dies wird durch einen lehmigen und dadurch sehr nassen Boden begünstigt. Doch auch ein eher sandiger Boden ist nicht ideal, denn dieser bietet den Rosenpflanzen zu wenige Nährstoffe. Kaum ein Gärtner kann die optimale Bodenbeschaffenheit aufweisen, um der Königin unter den Blumen wirklich gerecht zu werden. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass vor dem Pflanzen das Erdreich vorbereitet werden muss. Das Einbringen von Humus und eine auf die Pflanzen abgestimmte Nährstoffgabe können auch bei eher ungeeigneten Böden die erfolgreiche Pflanzung von Rosenstöcken ermöglichen. Eventuell ist auch ein Bodenaustausch im jeweiligen Beet sinnvoll.

Wann ist die beste Pflanzzeit für Rosen?

Rosen pflanzen Sie am besten in den Herbstmonaten. Doch ist es ungünstig, erst jetzt den Boden dafür vorzubereiten. Die Erde benötigt einige Wochen, um sich zu setzen. Würden die Pflanzen direkt nach dem Umgraben eingesetzt, so besteht die Gefahr, dass sie die niedrigen Temperaturen im Winter nicht vertragen und folglich erfrieren. Besser ist es daher, den Boden bereits im Frühling vorzubereiten. Damit die Erde nicht austrocknet ist es ratsam, obenauf eine Schicht Humus oder Rasenschnitt zu verteilen. Doch zurück zum Pflanzzeitraum. Rein theoretisch ist es möglich, die Rosenstöcke auch im Winter zu pflanzen, solange das Erdreich nicht gefroren ist. Doch in der Praxis hat sich die Herbstpflanzung durchgesetzt. So haben die Rosen noch ausreichend Zeit um sich etwas einzuwurzeln, bevor Väterchen Frost Minusgrade beschert. In manchen Regionen kann es jedoch sinnvoll sein, neue Rosen erst im April zu pflanzen. Sehr schneesichere Gegenden, in denen typischerweise bereits im November Frost herrscht, sind nicht für die Herbstpflanzung geeignet.

Das eigentliche Pflanzen der Rosen

Mit einem Spaten wird zuerst das Pflanzloch gegraben. Dieses sollte ca. 40 cm tief sowie 40 cm breit sein. Dort hinein füllen Sie eine Schaufel frische Komposterde und setzen dann die Rose mit dem Ballen in das Pflanzloch. Achten Sie darauf, dass dabei alle Wurzeln nach unten zeigen und die Pflanze so tief eingesetzt wird, dass sich die Veredlungsstelle ca. 5 cm unter der Erdoberfläche befindet. Nun wird das Pflanzloch mit Erde gefüllt, aber noch nicht bis obenhin. Vorher die Pflanze andrücken und vorsichtig gießen. Erst danach kann die restliche Erde aufgefüllt werden. Vergessen Sie bei der Herbstpflanzung das Anhäufeln nicht, denn sonst ist die Gefahr groß, dass die Rose im Winter erfriert.

Schöne Rosen können Ihren Garten in vielerlei Hinsicht aufwerten. Haben Sie den richtigen Standort gewählt und den Boden optimal vorbereitet, so sind das die besten Voraussetzungen für gesunde und prachtvolle Rosenstöcke.
Text: K. L.

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