Lavendel pflanzen

Lavendel im Topf
Lavendel im Topf pflanzen - ein Erlebnis für die Sinne
Foto: © Halfpoint

Im Hochsommer schickt der Lavendel einen betörenden Duft durch den Garten, die Bienen und Hummeln lieben die aromatische Pflanze. Seine intensive lila und violette Farbe nuanciert wunderschön mit Rosenbeeten oder Duftgärten mit Kräutern und Stauden. Wer seinen Lavendel gut pflegt, wird viele Jahre Freude daran haben. Denn die Halbsträucher werden bis zu dreißig Jahre alt.
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Was ist beim Lavendel pflanzen zu beachten?

Damit der Lavendel auch gut wächst sollte man den richtigen Stadtort wählen und auf die Bodenbeschaffenheit achten. Auch gibt es mehrere Möglichkeiten Lavendel zu pflanzen, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen.

Die Wahl des idealen Standortes für Lavendel

Mittlerweile gibt es zahlreiche Sorten und Kreuzungen von Lavendel in Gärtnereien und Baumärkten. Der echte Lavendel jedoch stammt aus dem westlichen Mittelmeerraum und wird dort für die Duftstoffgewinnung angebaut. Entsprechend seiner Herkunft ist der Lavendel eine sonnenverwöhnte Pflanze. Neben dem nährstoffarmen Boden braucht der sonnenhungrige Lavendel vor allem sehr viel Licht. Starken Wind hingegen mag die Pflanze gar nicht. Ein etwas geschützter Standort nahe einer Mauer oder Hauswand in Südlage, die auch im Winter ein wenig Wärme abgibt, ist dementsprechend ideal. Lavendel wird ausgesprochen gern neben Rosen gepflanzt, da er eine "abschreckende" Wirkung auf Blattläuse hat.

Auf die Bodenbeschaffenheit achten

Lavendelpflanzen lieben karge Böden, die sandig und kalkhaltig sind. Kiesel im Boden schaden dem Lavendel keinesfalls, sondern begünstigen seinen kraftvollen Wuchs. Steht die lila Schönheit hingegen auf einem lehmhaltigen Boden mit viel Staunässe, werden seine Wurzeln bald faulen. In einem solchen Fall können separat Sand und Kiesel unter die Erde gemischt werden. Der optimale pH-Wert des Bodens für Lavendel liegt bei 6,6 - 8,2.

Lavendel säen oder pflanzen

Ohne Zweifel bietet die große Sortenvielfalt des Lavendel für jeden Geschmack die geeignete Pflanze. Sie kann entweder im Fachhandel vorgezogen gekauft, oder selbst ausgesät werden. Wer auf die fertige Ware aus der Gärtnerei nicht zurückgreifen möchte, sät den Lavendel in Saatschalen ab Februar auf der Fensterbank oder im Gewächshaus. Mit einer Folie in den ersten vier Wochen abgedeckt, werden sich binnen zwei bis drei Wochen Keime zeigen. Ins Freiland gesät werden kann die violette Pracht erst ab April. Die vorgezogenen Pflanzen oder Keimlinge kommen nach dem letzten Frost in die Erde. Sie brauchen lang um anzuwurzeln. Ein Pflanzabstand von 30 bis 40 cm gilt als optimal. Die Pflanzen haben so ausreichend Licht und können bei Regen durch den Wind gut wieder trocknen.

Lavendel im Topf pflanzen

Auch wer keinen eigenen Garten besitzt, muss auf die duftende anspruchslose Pflanze nicht verzichten. Lavendel eignet sich hervorragend für eine Bepflanzung in Kübeln. Den Hauch Mittelmeerflair gibt es jedoch nur, wenn der Lavendel in einem Topf mit Dränage gesetzt wird, so dass das Regenwasser zügig abfließen kann. Ein winterfester Topf mit einer Tonscherbe über dem Abflussloch wird mit einer Kräutererde gefüllt, welche wiederum zuvor mit Sand und Kieseln gemischt wurde. Im Winter kann der Topf auf Holz oder eine Styropor-Platte nahe einer Hauswand gestellt werden, und so sicher überwintern. Achten Sie dennoch beim Kauf auf eine frostsichere Sorte. In den Kübel gepflanzt wird Lavendel ab Mai.

Lavendel über Stecklinge vermehren

Wird der Lavendel im Frühjahr und Herbst geschnitten, so bleiben Triebe übrig. Sie können ausgezeichnet genutzt werden, um den Lavendel zu vermehren. Die Stecklinge werden vom nicht verholzten Lavendel in ca. 15 cm Länge herausgebrochen und nicht geschnitten. Dabei sollte ein wenig Holz des Haupttriebes der Mutterpflanze am unteren Ende des Stecklings verbleiben. Nachdem die unteren Blätter entfernt wurden, kommen immer ca. 3 Stecklinge in einen Blumentopf mit passender Erde. Nach einem Monat bilden sich langsam die ersten Wurzeln. Im Frühjahr geschnittene Stecklinge dürfen ab Mitte Mai ins Freiland, die Herbstlichen überwintern bis zum Frühjahr im Gewächshaus oder auf der Fensterbank.
Text: C. D.

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