Stockrosen pflanzen

Stockrosen an der Hauswand
Stockrosen sollten einen sonnigen Standort bekommen
Foto: © Jeanette Dietl

Wer einen Garten sein eigen nennt, der möchte sich bestimmt neben dem Anbau von Obst und Gemüse auch an wunderschönen Blumen erfreuen. Rosen passen dabei fast in jeden Garten, egal wie dieser gestaltet ist. Eine besonders schöne Variante sind die so genannten Stockrosen, welche auch als Stockmalven oder Pappelrosen bezeichnet werden. Die imposanten zweijährigen Pflanzen, welche sich bis zu 2,50 m in die Höhe recken können, bestechen durch wundervolle becherförmige Blüten und sind nicht nur fester Bestandteil vieler alter Bauerngärten, sondern gedeihen auch in Rabatten moderner Eigenheimgärten. Sie eigenen sich zudem sehr gut als Sichtschutz und können unliebsame Ecken oder alte Zäune verschönern.
Mehr über Stockrosen im Garten

Der richtige Standort zum Stockrosen pflanzen

Stockrosen lieben es gern sonnig und warm. Auch die pralle Mittagssonne in den Sommermonaten macht ihnen nichts aus. Die Malvengewächse akzeptieren aber auch einen halbschattigen Standort. Allerdings mögen sie keinen starken Wind - im Einzelfall ist es besser, die Pflanze wird etwas angebunden, damit sie nicht abknickt. Mit einer Pflanzung vor einer unschönen Fassade oder einem alten Gartenhäuschen schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: die Stockrose verschönert diese Bereiche und erhält gleichzeitig den benötigten Windschutz. Bevor Sie nun aber zu Pflanzgabel und Gießkanne greifen, sollten Sie den Boden von Unkraut befreien und diesen gut durchlockern. Nährstoffreiches und sehr durchlässiges Erdreich hilft der Pflanze beim Wachsen und ist Voraussetzung für prachtvolle Blüten.

Stockrosen säen

Haben Sie viel Geduld? Dann können Sie die kleinen Samenkörner der Stockrosen ganz einfach an der dafür vorgesehenen Stelle von Mai bis in den Spätsommer hinein aussäen. Doch Blüten dürfen Sie im ersten Jahr noch keine erwarten, denn die Pflanze bildet zunächst einmal nur die Blattrosetten aus. Erst im Folgejahr, nach der Frostperiode, erscheinen die Blütenstängel und bringen die traumhaften Malvenblüten hervor. In dem Sie die alten Fruchtstände nach dem Verblühen stehenlassen, sät sich die Stockrose immer wieder von allein aus. Ganz ohne Ihr Zutun können Sie sich dann jedes Jahr über neue Pflanzen freuen. Übrigens können die Stockrosen auch in Blumentöpfen ausgesät und in der Wohnung vorgezogen werden. Spätestens im Mai sollten die Jungpflanzen dann ins Freiland umziehen.

Jungpflanzen vom Gärtner

Die zweite Variante, um seinen Garten mit herrlichen Stockrosen zu schmücken, besteht darin, vorkultivierte Jungpflanzen in der Gärtnerei oder im Gartenfachmarkt zu erwerben. Sie können dann noch im selben Jahr die roten, gelben, weißen, rosafarbenen oder violetten Blüten bestaunen und bringen so in relativ kurzer Zeit schöne Farbtupfer in Ihren Garten. Da die Pflanze nicht nur in die Höhe wächst, sondern auch in die Breite, sollten die einzelnen Exemplare mindestens 50 - 90 cm Platz zur jeweiligen Nachbarpflanze haben. Stehen sie zu dicht beieinander, so werden sie häufig von Malvenrost, einer gefürchteten Stockrosenkrankheit, befallen.

Stockrosen wirken besonders hübsch in zwanglosen Gärten, da sie sich völlig natürlich präsentieren. Sie sind schnell ausgesät oder gepflanzt und heben sich wohltuend von manch anderen "modernen" Pflanzen ab.
Text: K. L.

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