Rittersporn pflanzen

Rittersporn an einer Mauer
Rittersporn sollte im Schutze einer Mauer gepflanzt werden
Foto: © Debu55y

Der Rittersporn zählt zu den klassischen Staudengewächsen, welche weltweit mit über 400 verschiedenen Arten vertreten sind. Seine blauen, violetten oder weißen Blüten sind nicht nur in der Natur eine Schönheit, sondern zieren auch viele Bauerngärten. Ihren Namen haben die zu den Hahnenfußgewächsen zählenden Pflanzen übrigens der Form ihrer Blüten zu verdanken, welche ein spornähnliches Anhängsel tragen.
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Hybriden für den Garten

Möchte man selbst einen Rittersporn im Garten sein Eigen nennen, so hat man die Wahl zwischen drei verschiedenen Arten. Elatum-Hybriden stammen ursprünglich vom Hohen Rittersporn ab und können eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen. Besonders gut zur Bepflanzung von Rabatten eignen sich die mittelhoch wachsenden Belladonna-Hybriden, welche stärker verzweigt sind als die Elatum-Hybriden. Wer auf besonders lange Rispen mit eindrucksvollen großen Blüten Wert legt, der entscheidet sich meist für Pacific-Hybriden. Diese können eine Höhe von bis zu 1,80 m erreichen und sind sowohl gefüllt als auch ungefüllt zu haben.

Der richtige Standort für den Rittersporn

Der Rittersporn mag es, wenn er seine Blüten gen Sonne strecken kann. Am Fuß bevorzugt er es dagegen gern etwas schattiger. Besonders gut gedeiht die imposante Pflanze auf humus- und nährstoffreichem Boden, welcher mäßig feucht bis feucht sein darf. Da der Rittersporn mit bis zu zwei Metern recht hoch wachsen kann und dementsprechend windempfindlich ist, wächst er gern im Schutze einer Mauer. Ist dies nicht möglich, so sollte die Pflanze gestützt werden.

Die Blüte des Rittersporn

Zweimal im Jahr beschert uns der Rittersporn eine beeindruckende Blüte. Die erste findet im Frühling statt und die zweite im Spätsommer bis Herbst. Damit wir uns ein zweites Mal an der Pracht des Rittersporns erfreuen können, ist ein Rückschnitt bis etwa 15 cm über dem Boden nach der ersten Blüte notwendig.

Die Pflege des Rittersporn

Neben der eben beschriebenen Maßnahme des Einkürzens nach der ersten Blüte muss die Pflanze im Spätherbst dann bodennah zurückgeschnitten werden. Jetzt ist auch die richtige Zeit, um den Rittersporn zu düngen. Frischer Kompost eignet sich genauso wie Hornspäne oder selbst hergestellte Brennnesseljauche. Gerade im Hochsommer ist der Rittersporn sehr durstig - achten Sie daher auf eine regelmäßige Wassergabe. Stützstäbe helfen der Pflanze aufrecht zu wachsen und die langen Rispen zu tragen. Bringen Sie diese am besten bereits vor der Blüte an.

Schädlinge und Krankheiten

Mehltau ist ein weit verbreitetes Problem beim Rittersporn. Im Gartenfachhandel sind inzwischen resistente Sorten erhältlich. Gehört Ihr Rittersporn nicht dazu, so können Sie durch reichliches Gießen vorbeugen. Tritt trotz allem der gefürchtete Mehltau auf, so hat sich in der Praxis eine Mischung aus Milch und Wasser bewährt, welche auf die Pflanze mittels einer Sprayflasche aufgetragen wird. Jeder Gärtner kennt die kleinen gefräßigen Tiere, die den Namen "Schnecken" tragen. Leider machen diese auch vor dem Rittersporn nicht Halt und laben sich gern an dessen Pflanzenteilen. Bringen natürliche Schneckenbekämpfungsmaßnahmen nicht den gewünschten Erfolgt, so bleibt nur das großzügige Auftragen von Schneckenkorn rund um das Gewächs.
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Der Rittersporn ist eine Pracht in jedem Garten. Doch so schön dieser auch ist: leider zählt der Rittersporn zu den Giftpflanzen und sollte, wenn Kinder oder Haustiere zur Familie gehören, möglichst nicht die grüne Oase zieren.
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Text: K. L.

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