Rosen pflegen

Blühende Rosen
Wer seine Rosen gut pflegt, wird im Sommer mit
wunderschönen, duftenden Blüten belohnt - © NCAimages

Reich blühende Rosen sind der Stolz eines jeden Gärtners. Die edelste Blume der Welt war schon früher in fast jedem Garten zu finden und hat bis zum heutigen Tag nichts an ihrer Beliebtheit eingebüßt. Gartenneulinge scheuen sich leider manchmal vor den lieblich duftenden Blumen, denn sie fürchten, mit deren Pflege überfordert zu sein. Doch ganz so schwierig wie es manch "alter Hase" auf diesem Gebiet darstellt, ist es nun wirklich nicht. Natürlich fordern Rosen mehr Pflege als manch andere Gartenblume. Und es reicht auch nicht aus, der Königin unter den Blumen nur zwei- oder dreimal im Jahr Aufmerksamkeit zu schenken. Doch mit einigen wenigen Tipps bekommt jeder Gartenfreund eine Orientierung in Sachen Rosenpflege. Diese erstreckt sich über das ganze Jahr und reicht vom Düngen über den Rückschnitt bis hin zu Schutzmaßnahmen gegen Schnee und eisige Temperaturen. Mehr über Rosen im Garten

Rosenpflege übers Jahr verteilen

Wann sind welche Pflegemaßnahmen nötig? Hier finden Sie Tipps zur Rosenpflege im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter.

Rosen pflegen im Frühling - die Rose erwacht aus dem "Winterschlaf"

Endlich! Der Winter geht zu Ende und im Garten reckt sich das erste zarte Grün der noch schwachen Sonne entgegen. Dann, wenn kein Dauerfrost mehr zu erwarten ist, können Sie den Winterschutz von Ihren Rosen entfernen und Anfang April die Pflanzen abhäufeln. Dazu eignet sich am besten ein eher trüber Tag, denn die Blumen der Liebe sind nach der dunklen Periode unter Tannengrün und/oder Kompost noch sehr empfindlich. Im gleichen Atemzug wird der Boden rings um die Pflanzen aufgelockert und von eventuellem Unkraut befreit. Rosen benötigen ausreichend Nährstoffe - diese führen wir ihnen Ende Mai, etwa zur Zeit der Haselnussblüte, am besten mit einem Langzeitdünger zu. Ein Formschnitt ist unverzichtbar, denn nur so schenkt uns die Rose im Sommer zahlreiche Blüten. Als Orientierung für den richtigen Zeitpunkt des Frühjahrschnitts wird häufig die Blüte der Forsythie angesehen. Dennoch sind sich hier nicht alle Gärtner einig; manch einer schneidet die Rosen auch erst später, da beim frühen Schnitt die Gefahr besteht, dass junge Triebe oder gar ganze Pflanzen erfrieren. Und noch etwas gibt es im Frühling zu tun: halten Sie die Augen offen und kontrollieren Sie die Pflanzen regelmäßig auf Schädlinge! Vorbeugend kann auch gespritzt werden, damit die Plagegeister erst gar keine Chance bekommen.
Anleitung zum Rosen schneiden

Rosen pflegen im Sommer - viele Blüten beweisen: Rosenpflege zahlt sich aus

Ein üppiger Rosengarten ist der Stolz eines jeden Gärtners. Die Erledigung der Pflegemaßnahmen im Frühjahr zahlt sich nun aus und die Rosen erblühen in all ihrer Schönheit. Trotzdem können Sie sich im Sommer nicht in Ihrem Liegestuhl zurücklehnen und die Rosen sich selbst überlassen. Verblühte Pflanzenteile sollten abgeschnitten werden - dies ist besonders bei mehrmals blühenden Rosen wichtig. Auch eine weitere Düngung (am besten mit einem organischen Dünger) steht im Juni oder Juli an. Daneben muss die Erde rings um die Rosenstöcke immer wieder einmal aufgelockert und gleichzeitig von Unkraut befreit werden. Viele Gärtner sind der Meinung, dass Rosen genau wie alle anderen Pflanzen im Sommer täglich Wasser benötigen. Doch dem ist nicht so. Dank ihrer Pfahlwurzeln versorgen sich die Rosen mit dem nassen Element recht gut selber. Es reicht völlig aus, sie ein- oder zweimal in der Woche gut zu wässern. Doch Vorsicht: gießen Sie bitte nicht auf die Blätter, da die Pflanze sonst anfälliger für Pilzbefall wird.

Rosen pflegen im Herbst - erste Wintervorkehrungen

Rosen im Herbst bei Frost
Rosen sollten unbedingt im Herbst vor dem ersten Frost
zurückgeschnitten werden - Foto:© K.-U. Häßler

Bunte Blätter fallen, laue Winde wallen ... Die Textzeile aus einem bekannten Kinderlied beschreibt ganz gut den Herbst. Das von den Bäumen fallende Laub wird natürlich nicht vor Ihrem Rosenbeet Halt machen. Entfernen Sie es jedoch unbedingt mit Sorgfalt, denn werden die Rosenstöcke von Laub bedeckt, so ist dieses feuchte Klima der ideale Nährboden für Pilze und Bakterien, welche Ihre Rosen dann im Frühling befallen können. Edelrosen und Strauchrosen können vor dem ersten Frost zurückgeschnitten werden, da sie sonst ihre ganze Kraft in die Triebe stecken. Diese benötigen sie jedoch, um den Winter gut zu überstehen. Einige Gartenfreunde verzichten aber auch auf den Herbstschnitt, da noch nicht verheilte Schnittflächen anfälliger für Frost sind. Zusätzlich werden die Rosen nun, am besten mit frischer Komposterde, etwa 20 cm hoch angehäufelt. Auch ein Abdecken mit Tannenzweigen ist möglich. Diese Maßnahmen dienen dem Schutz der Veredlungsstellen. Neue Rosen werden übrigens am besten im Herbst gepflanzt. Informieren Sie sich vorher über den idealen Standort und die benötigte Bodenbeschaffenheit.

Rosen pflegen im Winter - Ruhepause im Garten

Wer bisher seine Rosenpflanzen noch nicht angehäufelt hat, der sollte dies spätestens Ende November tun! Die ersten Fröste kommen meist unerwartet und es wäre schade, wenn diese die Pflanzen schädigen würden. Die Kronen der Hochstammrosen müssen zusätzlich mit Sackleinen abgedeckt werden. Dafür sind fertig genähte Exemplare in verschiedenen Größen im Fachhandel erhältlich. Um ein Umknicken der Rosen zu vermeiden, sollte bei starkem Schneefall die weiße Pracht regelmäßig abgeschüttelt werden. Ansonsten gibt es im Winter in Punkto Rosenpflege nicht viel zu tun und Sie können sich gemütlich bei einer Tasse Tee oder Kaffee in die warmen vier Wände zurückziehen.

Rosen beschäftigen den Kleingärtner fast das ganze Jahr über. Die Hauptarbeit fällt jedoch im Frühling an. Wer sich regelmäßig um die Königin der Pflanzen kümmert, der kann nach getaner Arbeit ihre wundervollen Blüten betrachten und voller Stolz den lieblichen Duft genießen. Rosen sind ideale Blumen für den Garten und noch immer ein Symbol der Liebe. Und mit Liebe zu Ihren Rosen werden Sie diese Aufmerksamkeit mit zahlreichen Blüten dankend zurück erhalten.
Text: K. L.

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