Astern pflegen

Astern im Garten
Astern pflegen ist gar nicht so leicht
Foto: © Angelika Bentin

Astern gehören zu den sonnenverwöhnten Stauden im Garten, die selbst wenn das Jahr sich dem Ende entgegen neigt, noch mit einer bunten Blütenpracht Gartenfreunde erfreuen. Farbenfroh zögern sie den Sommer optisch ein wenig hinaus, während ein Großteil der anderen Pflanzen im Garten bereits kahl und verblüht ist oder zurückgeschnitten wurde. Sogar im späten Herbst, wenn die Temperaturen tief sinken, sind Astern ideale Schnittblumen.

Obwohl sie recht unkompliziert im Anbau sind, gehören sie dennoch nicht zu den pflegeleichtesten Stauden des Gartens. Neben dem Gießen ist auch das Düngen sowie das Schneiden der Astern sehr wichtig.

Pflegeanleitung für Astern

Damit die Astern auch in Ihrem Garten gut gedeihen, haben wir hier eine kleine Pflegeanleitung zusammengestellt:

Bodenbeschaffenheit und Standort

Wer den Standort seiner Astern bewusst wählt, hat bereits eine gute Voraussetzung für das Gedeihen der Stauden geschaffen. Astern lieben die Herbstsonne und brauchen dementsprechend einen hellen und sonnengefluteten Standort. Lediglich die Wildastern mögen auch den Halbschatten. Dank der vielen Asternsorten können Sie bereits im Frühsommer die ersten farbenfrohen Stauden blühen sehen. Alle Asternsorten haben eines gemeinsam: sie bevorzugen einen nährstoffreichen Boden. Er sollte locker und durchlässig sein. Mulcherde auf der Pflanzscheibe verhindert das schnelle Austrocknen des Bodens und hindert Unkraut am Wachsen.

Reichlich gießen ist bei Astern notwendig

Astern werden es ihnen übel nehmen, wenn sie sie austrocknen lassen. Kontinuierlich brauchen Astern einen feuchten Boden. Gießen Sie möglichst regelmäßig den Wurzelstock. Besser ist es aller zwei bis drei Tage richtig zu wässern, statt täglich ein wenig Wasser von oben über die Blätter zu gießen. Dies würde die Entstehung von Krankheiten wie Asternwelke oder den klassischen Mehltaubefall begünstigen. Bekommen Astern zu wenig Wasser, speziell in Trockenperioden oder vor der Blüte, reagieren sie sofort mit gelben Blättern und holzigen Stielen.

Das Düngen der Astern

Die sonst recht anspruchslosen Astern benötigen für eine dauerhafte Blütenpracht einen nährstoffreichen Boden. Wenn Sie im Frühjahr Humus mit etwas Gartenerde mischen und die Pflanzscheibe der Astern damit bedecken, dankt es ihnen die Pflanze mit einem wahren Blütenmeer. Eine zweite Nährstoffgabe im Juni unterstützt die Pflanze in ihrem Gedeihen. Wählen Sie wieder einen organischen Dünger oder Komposterde.

Das Binden und der Schnitt der Astern

Unzählige Asternsorten zieren die Gärten und verwandeln so manche sonst hässliche Ecke des Gartens in eine kleine Blütenoase. Am bekanntesten sind jedoch die Herbstastern, die auch als Winterastern bezeichnet werden. Diese, wie auch zahlreiche andere Astern, wachsen recht hoch. Bis zu einem Meter und mehr schießen sie in die Höhe. Durch ihr Eigengewicht oder auch bei Wind knicken sie schnell um. Helfen Sie den Astern, indem Sie sie hochbinden und mit einem Bambusstab und Bast bzw. einer Pflanzstütze vor dem Abknicken schützen. Alternativ sind Nachbarbepflanzungen mit Prachtsparte oder Sonnenauge bzw. Gräsern eine Methode, die Astern vor dem Wind zu schützen und sie richtig in Szene zu setzen. Sind die Astern verblüht, werden sie zurückgeschnitten. Wer der Pflanze einen zusätzlichen Schutz vor dem Winter geben möchte, lässt die verwelkten Blütenstande bis zum Frühjahr stehen und schneidet sie erst dann bis kurz vor den Wurzelstock herunter.
Tipps zum Astern schneiden

Zur Pflege gehört auch die Teilung der Pflanze

Um weiterhin volle Blüten zu erhalten und das Verholzen der Pflanze zu verhindern, muss die Asternstaude aller zwei bis vier Jahre geteilt werden. Dafür wird die Pflanze ausgegraben und der Wurzelstock mit dem Spaten gespalten. Dies geschieht nach der Blüte im Herbst oder später im Frühjahr. Durch das Teilen wird die Aster nicht nur vermehrt, sondern auch gesund erhalten.
Tipps zum Astern vermehren

Astern sind farbenfrohe und sehr dankbare Schnittblumen. Sie machen nicht nur lange im Garten Freude, sondern halten sich auch sehr gut in der Vase. Haben Sie die Astern geteilt, können Sie auch für ihren Balkon oder die Terrasse eine Astern sehr gut im Kübel ziehen und sich daran erfreuen.
Text: C. D.

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