Astern vermehren

Eine Asternstaude im Garten
Astern sind im Garten sehr beliebt
Foto: © Kanusommer

Astern gehören nicht ohne Grund zu den beliebtesten Stauden im Garten. Ihr interessantes Farbspiel und die unkomplizierte Pflege sind der Grund, weswegen sich viele diese Pflanze in ihre grüne Oase holen. Da die Aster sehr vielseitig ist und sich leicht vermehren lässt, ziert sie meist nach wenigen Jahren mehrere Stellen im Garten.
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Wozu Astern vermehren?

Einerseits gilt die Aster als eine recht anspruchslose Pflanze. Andererseits braucht auch sie ein wenig Zuwendung, um im Laufe der Jahre ihre Schönheit beizubehalten. Mehrjährige, winterharte Astern neigen dazu, bei Nichtbeachtung nach spätestens drei Jahren zu verholzen. Obwohl die Pflanzen weiterhin recht üppig wachsen, bringen sie weniger farbenfrohe Blüten hervor und sind außerdem anfälliger für Krankheiten. Des Weiteren wirken Astern besonders in Gruppen aus verschiedenen Asternsorten oder kombiniert mit Phlox, Eisenhut und Rosen sehr attraktiv und können dadurch sehr vielseitig den Charakter des Gartens verändern. Die vermehrten Pflanzen lassen sich nicht zuletzt auch ausgezeichnet im Kübel kultivieren und zieren den Balkon oder die Terrasse. Rein ökologisch betrachtet leisten Astern Insekten einen großen Dienst, sie sind daher auch oft in naturnahen Gärten anzutreffen.

Wie kann man Astern im Garten vermehren?

Astern vermehren durch Wurzelteilung

Die Sortenvielfalt der Astern ist atemberaubend. Am häufigsten verbreitet sind jedoch die Herbst-, Sommer- und Kissenastern. Die Vermehrung durch Wurzelteilung wird lediglich bei den mehrjährigen, winterharten Sorten vorgenommen. Aller zwei bis drei Jahre braucht die Pflanze diese Verjüngungskur. Geteilt wird bei den früh blühenden Sorten im Herbst, bei den spät blühenden Herbstastern im Frühjahr oder nach der Blüte im Spätherbst. Einzige Bedingung ist: es dürfen keine Nachtfröste mehr auftreten. Bei der Vermehrung durch Wurzelteilung wird der gesamte Wurzelstock der Aster zunächst ausgegraben. Verholzte und alte Triebe müssen abgeschnitten werden. Nun wird mit einem scharfen Messer, bei großen Stauden mit einem Spaten, der Wurzelstock geteilt. Mindestens zwei bis drei grüne Stängel sollte jede abgetrennte Pflanze besitzen. Verletzte Wurzeln sollten zurückgeschnitten werden. Nun können die neu erhaltenen Astern in andere Beete, den Stein- oder Bauerngarten gesetzt werden, oder in Schalen oder Kübeln einen neuen Standort finden. Sicher freut sich auch der Gartennachbar über neue Exemplare, Astern in neuen Farben oder seltenen Sorten.

Astern sähen

Einjährige oder mehrjährige Astern können auch direkt ins Freiland gesät bzw. am Fensterstock vorgezogen werden. Dafür hält der Fachhandel eine große Sortenvielfalt in Form von Samen bereit. Mitte Mai, spätestens jedoch im Juni, kommen die Astern im Freiland in die Erde. Ein halbschattiger Standort ist zunächst ideal. Schwere Böden können mit etwas Sand aufgelockert werden, doch die Aster ist sehr robust und stellt keine hohen Ansprüche. Pro Pflanzloch werden in 1 cm Tiefe ein bis zwei Samenkörner in die Erde gebracht. Im Herbst darauf pikiert man die herangewachsenen Asternpflanzen dann, das heißt man vereinzelt sie. Wer seine neuen Astern im Topf heranziehen will, verwendet Anzuchttöpfe oder Minigewächshäuser, die mit frischer Anzuchterde gefüllt sind. Ein bis zwei Samen pro Pflanzgefäß reichen aus, sonst muss später ebenfalls pikiert werden. Bei rund 18 °C treiben die Samen binnen 14 Tagen aus. Etwas langsamer, dafür aber mit kräftigeren Trieben, gedeihen die Pflanzen bei nur 10 - 15 °C. Nach den Eisheiligen Mitte Mai dürfen die zarten Pflänzchen dann ins Freie.

Neue Sorten durch Containerware

Selbstverständlich müssen sich Hobbygärtner die vielseitigen Gartenschönheiten nicht selbst heranziehen. Astern gibt es im Fachhandel oder dem Baumarkt auch als Containerware mit Wurzel. Bevor diese nach den Eisheiligen in die Gartenerde gepflanzt werden dürfen, muss der Wurzelstock aufgelockert werden. Die Wurzeln stehen sonst zu dicht und sind ineinander verschlungen. Danach wird der Wurzelstock für eine halbe Stunde im Wasser getränkt, damit er sich vollsaugen kann. Dies sind die besten Voraussetzungen für eine gelungene Pflanzung. In ungefähr 5 cm Tiefe werden die Astern eingepflanzt. Ideal wäre es, wenn auf dem Boden des Pflanzloches ein wenig Humus vom Komposthaufen platziert wird. Die einzelnen Astern sollten bei alledem keineswegs zu eng nebeneinander gesetzt werden, denn ihr Wachstum ist üppig. 15 - 20 cm sollten ihnen genug Raum für ein gesundes Wachstum bieten. Da die meisten Astern sehr windanfällig sind, müssen sie später oft mit einem Staudenhalter oder einer anderen Pflanzenstütze versehen werden. Auch dafür sollte genügend Platz eingeplant werden.

Die Vermehrung von Astern ist ein Leichtes. Die schnell wachsende Pflanze füllt binnen kurzer Zeit Lücken in der Begrünung und ist sehr robust und meist frostbeständig. Je nach Sorte bringt sie bis in den Herbst hinein wunderschöne Farbtupfer in den Garten.
Text: C. D.

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