Astern Krankheiten

Verkahlung bei Astern
Astern Krankheit: Verkahlung
Foto: © Bobo

In nahezu jedem Garten sind die farbenfrohen und sonnenverwöhnten Astern zu finden, denn die Pflanzen gehören zu den beliebtesten Gartenstauden. Sie zieren in den unterschiedlichsten Farben Rabatten, Inselbeete oder Schalen und Kübel auf dem Balkon und der Terrasse und zaubern mit ihrem herbstlichen Charme ein echtes Blütenmeer in den Garten. Obwohl Astern trotz ihrer unglaublichen Sortenvielfalt als sehr robust gelten, werden auch sie ab und zu von Krankheiten und Schädlingen heimgesucht.

Krankheiten vorbeugen

Um die Gesunderhaltung der Astern nach bestem Wissen zu gewährleisten, muss bereits bei der Aussaat begonnen werden. Mit asternwelkeresistenten Sorten ist man bei der Gartengestaltung am besten beraten, sie werden als "welkefrei" auf der Verpackung deklariert. Die Pflanzen selbst dürfen im Beet nicht zu eng beinander stehen, da sonst die Wahrscheinlichkeit eines Pilzbefalls erhöht ist. Auch die Wahl des Standortes ist für ein gesundes Wachstum der Astern entscheidend. Sie lieben die Sonne und benötigen einen nach Möglichkeit lockeren und durchlässigen Boden. Das Anreichern der Erde mit Humus im Frühjahr danken die Astern mit einem gesunden Wachstum und einem beeindruckenden Blütenmeer. Zudem ist das regelmäßige Teilen des Wurzelstocks mehrjähriger Astern ausschlaggebend, für starke und gesunde Pflanzen.

Krankheiten von Astern im Überblick

Die Asternwelke:

Wenn eine bestimmte Asternkrankheit Gartenliebhabern Sorge macht, dann ist es wohl die Asternwelke. Scheinbar ganz plötzlich beginnen die Blätter der Aster zu hängen, als habe sie zu wenig Wasser erhalten. Kurz darauf werden die Blätter trotz des Gießens braun und welk - sie sterben ab. Für die Asternwelke verantwortlich ist ein Pilz mit Namen Verticillium. Leider gibt es keine andere Möglichkeit, als die Aster samt Wurzelballen und daran hängenbleibender Erde auszugraben und über die nächsten 7 - 8 Jahre nicht wieder an die betroffene Stelle im Garten zu setzen, sondern sie an anderen wechselnden Standorten zu pflanzen. Da der Pilz normalerweise nicht auf andere Stauden übergreift, kann die leere Stelle mit einer Ersatzpflanzung versehen werden. Das Mischen der Erde mit einem Kalkstickstoff ist hier dennoch von Vorteil. Die Stängel und Blüten der betroffenen Astern indes müssen sehr kurz zurückgeschnitten werden und dürfen keinesfalls auf den Kompost gelangen. Die Entsorgung darf ausschließlich über den Hausmüll erfolgen. Sind Ihnen diese Maßnahmen zu umfangreich, kann die Asternpflanze auch komplett vernichtet werden.

Der Echte Mehltau:

Der äußerst aggressive Pilz befällt leider neben Apfelbäumen, Rosen und vielen anderen Pflanzen auch Astern. Er ist der Schreck aller Hobbygärtner. Wurden die Astern zu dicht gesetzt oder gar überdüngt, steigt ihre Anfälligkeit für den Echten Mehltau. Er ist an einem weißen Mehl ähnlichen Belag auf den Blättern, dem Stängel und den Blüten relativ leicht zu erkennen. Betroffene Triebe müssen vollständig zurückgeschnitten werden und dürfen keinesfalls auf den Kompost gelangen, da eine Ausbreitung über den Humus im gesamten Garten möglich ist. Ausschließlich geeignete Fungizide aus dem Fachhandel können den Echten Mehltau dauerhaft bekämpfen. Vorbeugend hilft das Sprühen von Ackerschachtelhalmtee.

Das Verkahlen von Astern:

Das Phänomen des Verkahlens ist bei vielen hochwachsenden Stauden bekannt. Im Dickicht der Stängel bekommen die unteren Blätter kaum Licht. Die Pflanze reagiert darauf, indem sie die bodennahen Blätter abstößt. Dies ist eine ganz natürliche Schutzfunktion der Pflanze. Die Folge sind jedoch verkahlte Stängel, auf denen dennoch ein wahres Blütenmeer im oberen Bereich gedeiht. Um die unteren blattleeren und unansehnlichen Stellen zu kaschieren, empfiehlt sich eine Gruppenbepflanzung mit niedrigeren Stauden wie etwa Fetthenne oder Phlox, Schleierkraut und Storchenschnabel.

Schädlinge auf Astern bekämpfen:

Mit Schädlingen hat die Aster nur sehr selten zu kämpfen, sie gilt eher als wohlwollend für Nützlinge. Sollten sich dennoch Schädlinge an der Aster gütlich haben, dann sind es in erster Linie Blattläuse und Schnecken. Blattläusen begegnet der Gartenliebhaber am einfachsten mit der Brause und kaltem Wasser. Die saugenden Plagegeister lassen sich damit einfach herunter spülen. Als ebenfalls sehr effektiv gegen Blattläuse hat sich das Spritzen mit Brennnesseljauche erwiesen. Schneckenfraß kann Astern ebenso schaden. Als Nachbarbepflanzung für Astern eignen sich beispielsweise Tagetes, Thymian oder Eisenhut und Akelei - diese Pflanzen werden von Schnecken gemieden. Das Absammeln der Tiere von Hand am späten Abend ist noch die effektivste Maßnahme gegen den ungeliebten Schneckenfraß. Auch Schneckenzäune oder Schneckenkorn halten die gefräßigen Tiere fern. Um ihnen eine Falle zu stellen, können nahe den Astern auch künstliche Schlafplätze für Schnecken errichtet werden. Dort werden sie dann ebenfalls von Hand einfach eingesammelt.
Text: C. D.

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