Margeriten pflegen

Margeriten auf einer Gartenbank
Margeriten richtig pflegen - Foto: © Osterland

Die üppige Blütenpracht der Margeriten ist in nahezu allen Gärten anzutreffen. Ob als Solitärpflanze oder als Kombination mit anderen Blühpflanzen: Die Margerite gehört zu den beliebtesten Gartenpflanzen. Auch im Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse macht die Margerite eine gute Figur. Die kontrastreichen Blüten nutzen Gartenfreunde gerne als Schnittblume.
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Wie pflegt man Margeriten richtig?

Doch nur wer seine Margeriten richtig pflegt wird viel Freude an ihnen haben. Die Frage ist nur wieviel Pflege brauchen diese Blumen? Reicht gießen allein aus?

Der richtige Standort spart viel Pflege

Die krautartigen Margeriten kennen die meisten Hobbygärtner nur in ihrer weiß-gelben Blütenpracht, doch Botanikern sind 42 Margeritenarten bekannt. Einige davon blühen auch in Gelb, Rot oder blassem Rosa. Wer besonders viele dieser Blüten wünscht, muss bereits den Standort gut wählen. Margeriten lieben die Sonne, gedeihen jedoch auch unter Bildung weniger Blüten auch im Halbschatten. Dabei braucht die Strauchmargerite natürlich deutlich mehr Platz als ein Hochstämmchen. Um ein gutes Gedeihen der Margerite zu gewährleisten, sollten die Nachbarpflanzen nicht zu dicht an die Margerite gesetzt werden. Der Tiefwurzler kommt sich sonst mit den Wurzeln anderer Pflanzen in die Quere. Obwohl Margeriten als recht pflegeleicht gelten, sind sie für eine lockere Erde, die mit etwas Gartenerde, Torf oder Humus vermischt wurde, dankbar. Wer also einen sonnigen und zugleich windgeschützten Standort für seine Margeriten findet, hat von Mai bis Oktober viel Freude an dem Korbblütler.

Margeriten gießen

Obwohl sich Margeriten ansonsten sehr einfach in den Garten integrieren lassen, brauchen sie dennoch sehr viel Wasser. An besonders heißen Tagen kann dies durchaus bedeuten, dass man mehrfach zur Gießkanne greifen muss. Wichtig dabei ist, dass der Wurzelballen niemals austrocknet. Dies merkt der Hobbygärtner sofort, denn die Pflanze zeigt erst gelbe Blätter und lässt später auch die Blüten hängen. Aufgelockerte Erde rund um die Margerite verhindert Staunässe und gewährt den Abfluss des Gießwassers.

Margeriten schneiden und düngen

Ihre üppige Blütenpracht ist der Hauptgrund, warum viele nicht auf die Margerite verzichten möchten. Damit sie lang und ausdauernd blüht, sollten die verwelkten Blüten und auf Wunsch auch die Stängel ausgeschnitten werden. Damit wird verhindert, dass die Margerite ihre Kraft in die Bildung von Samen steckt. Stattdessen folgen wieder neue Blüten. Um diese zu unterstützen, kann der Margerite ab und zu ein wenig Dünger zugeführt werden. Dabei reichen bereits einfache kleine Düngestäbchen aus dem Supermarkt. Alternativ reicht es der genügsamen Margerite aus, wenn ihr ein wenig Komposterde zugute kommt.

Margeriten vor Frost schützen

Die meisten Margeriten vertragen keinen Frost und müssen während des Winters im Hausflur, dem Gewächshaus oder dem Wintergarten verharren. Auf beheizte Räumlichkeiten reagiert die Margerite allerdings empfindlich. Doch manche Sorten sind auch winterhart. Kurz bevor der erste Frost angekündigt ist, wird die Margerite kurz geschnitten und mit etwas Reisig oder Laub vor dem Frost geschützt. Im Frühjahr wird die Margerite nach den ersten frostfreien Tagen von ihrem Winterschutz befreit und angegossen. Sie treibt danach recht schnell wieder aus.

Margeriten werden oft von Blattläusen befallen

Ein leider sehr häufiges Thema unter Gärtnern ist der Blattlausbefall bei den krautigen Margeritenpflanzen. Hierbei hat sich eine einfache Seifenlauge bewährt gemacht, die die Blattläuse schlicht weg von der Pflanze spült. Alternativ kommen auch chemische Mittel schnell zu demselben Ergebnis. Mit anderen Schädlingen und Krankheiten hat die Margerite nur wenig zu kämpfen. Wurzelfäule wird mit einem aufgelockerten Boden vorgebeugt. Durch das regelmäßige Schneiden der Blüten kommt es nur selten zu einem Befall mit weißen Fliegen oder der Mottenschildlaus. Auch ihnen kann mit einer Seifenlauge sehr erfolgversprechend an den Kragen gegangen werden.

Fazit: Die Margerite ist eine der beliebtesten Garten- bzw. Kübelpflanzen und benötigt nur wenig Aufmerksamkeit durch den Gartenbesitzer. Wird die Pflanze ausreichend gegossen und steht an einem geeigneten Standort, erfreut sie von Mai bis Oktober ohne großen Pflegeaufwand das Auge. Da Margeriten mehrjährig sind und gut überwintert werden können, sind sie eine preiswerte und langfristige Investition.
Text: C. D.

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