Schleierkraut pflegen

Schleierkraut als Staude
Damit das Schleierkraut in voller Pracht erblüht, muss man
es gut pflegen - Foto: © Omika

Das Schleierkraut ist eine sehr beliebte Gartenpflanze, welche sich nicht nur als Begleiterin für Rosen eignet, sondern auch als Beiwerk bei fröhlich-bunten Sommersträußen zum Einsatz kommt. Daneben ziert sie gern den Staudengarten und wird ebenso auf Freiflächen mit Wildstaudencharakter eingesetzt.

Damit das zarte Schleierkraut dem Hobbygärtner wirklich Freude bereitet, ist es notwendig, der Pflanze eine entsprechende Pflege zukommen zu lassen. Doch wieviel Pflege braucht das Schleierkraut?
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Tipps zur Pflege von Schleierkraut

Im Folgenden erfahren Sie wie oft man Schleierkraut gießen und düngen sollte und wie man es am besten über den Winter bringt, um auch im nächsten Jahr wieder Freude daran zu haben.

Schleierkraut gießen

Die romantisch blühende Staude begnügt sich mit relativ wenig Wasser, sollte aber dennoch regelmäßig gegossen werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass Staunässe unbedingt vermieden wird. Das Schleierkraut mag keine "nassen Füße" und neigt in diesem Fall schnell dazu, zu verfaulen. Hin und wieder sollte die durch das Gießen verhärtete Erdkruste leicht gelockert werden, damit die Pflanze über die Wurzeln genügend Luft bekommt.

Schleierkraut düngen

Mit dem Schleierkraut hält eine sehr pflegeleichte Pflanze Einzug in den Garten. Sie gedeiht am besten auf nährstoffarmen Böden und stellt keine großen Ansprüche. Auf eine Düngergabe kann demnach gut und gerne verzichtet werden. Manche Gärtner berichten aber, dass hin und wieder etwas Komposterde, welche um die Pflanze gestreut wird, deren Blütenwachstum anregt.

Schleierkraut abstützen

Das hohe Steppenschleierkraut (Gypsophila paniculata) kann bis zu 1,20 m in die Höhe ragen. Gerade bei Wind neigt es leider dazu, schnell zur Seite zu kippen. Dies kann verhindert werden, indem man die Stängel an Bambusstäben befestigt. Auch ein kleiner Hühnerzaun, welcher rings um die Staude aufgestellt wird, verhindert ein Umknicken. Bei den kriechenden Sorten des Schleierkrautes sind solche Maßnahmen natürlich überflüssig, denn diese Pflanzen wachsen nur etwa 25 cm hoch.

Rückschnitt des Schleierkrauts

Je nach Sorte reicht der Blütezeitraum des Schleierkrautes von Mai bis hinein in den Spätsommer. Nach der Hauptblühte lohnt es sich, die Pflanzen ein paar Zentimeter zurückzuschneiden sowie alle verblühten Teile zu entfernen. Der Gärtner wird dadurch mit einer zweiten Blüte belohnt und kann somit das romantische Flair in seiner grünen Oase länger erhalten.

Schleierkraut überwintern

Schleierkraut wird in sehr vielen Varianten angeboten. Hochwachsend, am Boden kriechend, mit gefüllten, ungefüllten, weißen oder rosafarbenen Blüten. Die meisten Sorten sind winterhart, dennoch ist es ratsam, bei starken Minusgraden die Wurzeln zu schützen. Dies gelingt am besten, wenn Sie eine dickere Mulchschicht rund um das Schleierkraut aufbringen. Auch dann, wenn das Schleierkraut auf einer Mauer wächst, empfiehlt sich diese Maßnahme.

Lange Zeit nur für die Hochzeitsdeko und in Brautsträußen verwendet, feiert die Pflanze mit den kleinen zarten Blüten nun eine wahre Renaissance in den Gärten. Schleierkraut stellt keine großen Ansprüche und benötigt nicht unbedingt den berühmten "grünen Daumen", um uns mit ihrem Charme zu verzaubern. Auch Gartenanfängern gelingt es, diese Pflanze in ihrer Parzelle oder direkt am Haus zu halten und somit einen Hauch Leichtigkeit zwischen die anderen Blumen zu bringen.
Text: K. L.

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