Birnbaum pflanzen

Einige Birnen
Birnen aus dem Garten schmecken nochmal so gut
Foto: © Serhiy Shullye

Die Birne ist seit dem Mittelalter bekannt und wurde seither über den ganzen mitteleuropäischen Raum verbreitet. Die wichtigsten Birnensorten sind mit der Birne Alexander Lucas, Williams Christ und Conference zu nennen. Sicherlich gibt es auch unzählige neue Birnensorten, die aber alle aus Kreuzungen mit diesen alten Birnensorten stammen.

Die althergebrachten Sorten stellen ebenso im heutigen Anbau den höchsten Anteil dar. Bei der Neuzüchtung Concorde kann ein Zuwachs bei der Anzahl der Anbauflächen in Deutschland verzeichnet werden. In Deutschland werden aber unter anderem genauso noch die Sorten Köstliche aus Charneux, Flaschenbirne und Prinzessin Marianne angebaut. Aber diese Sorten stammen alle aus dem 19. Jahrhundert, denn Fortschritte in der Züchtung der Birne zeichnen sich erst in den letzten Jahren ab.

Tipps für die Pflanzung von Birnbäumen

Der Standort des Birnbaumes

Die Birne benötigt eine gute Standortwahl, denn sie braucht einen sehr sonnigen und gleichzeitig aber auch einen absolut geschützten Platz im Garten. Ideal ist die Pflanzung eines Birnbaumes vor einer sonnigen Hauswand. Wird die Birne dann sogar noch als so genanntes Spalierobst gezogen, wird sie von der absorbierenden Wärme der Hauswand effizient profitieren und eine reiche Ernte hervorbringen. Die Bewässerung der Birne ist nur in absoluten Trockenperioden erforderlich. Geachtet werden sollte unbedingt auf die Bodenbeschaffenheit und die Bodenverhältnisse. Die Birne benötigt auf jeden Fall einen sehr tiefgründigen Boden, dann steht einem guten Pflanzenwachstum und einer ertragreichen Ernte nichts im Wege. Die Erde sollte regelmäßig mit Humusgaben aufgewertet werden. Bei den Temperaturen ist wissenswert, dass Birnen keine hohen Temperaturen vertragen und es lieber recht kühl mögen.

Die Ernte der Birne

Die Erntezeit für die Birne richtet sich nach der gewählten Sorte, beginnt aber frühestens im August und kann sich durchaus bis in den Oktober hineinziehen. Wichtige Punkte, die Pflege betreffend, sind unter anderem auch, dass die Birne viel frostempfindlicher ist als der Apfel. Man benötigt bei der Kultivierung der Birne im heimischen Garten ebenfalls eine Zweitpflanze, da die Birne an sich unfruchtbar ist. Deshalb ist genauso der zweite Baum als Pollenspender notwendig, der sich in unmittelbarer Nähe befinden sollte.

Die Pflege des Birnbaumes

Der Schnitt der Birne ist in regelmäßigen Abständen vonnöten, nur so kann ein gesundes Wachstum gewährleistet werden. Bei der Krone sollte beachtet werden, dass diese leicht, locker und ausreichend lichtdurchlässig ist, altes Holz deshalb immer zurückschneiden. Diese wichtigen Pflegehinweise müssen beachtet werden. Auch wenn ein geringes Wachstum zu verzeichnen ist, sollte der Gärtner auf den Winterschnitt als besondere Pflegemaßnahme zurückgreifen. Bei sehr starkem Wachstum empfiehlt sich, die Birne im August zurückzuschneiden und sobald walnussgroße Früchte erkennbar sind, muss ausgedünnt werden. Diese Pflegemaßnahme wird so durchgeführt, indem nur ein bis zwei Früchte pro Fruchtstand am Baum belassen werden, wodurch die Farbe und vor allem aber der Geschmack der Birne intensiviert werden. Regelmäßige Düngergaben sollten nicht vernachlässigt werden, denn ausreichende Nährstoffgaben gewährleisten einen ausgewogenen Ertrag. Im Frühjahr sollte mit so genanntem Volldünger gedüngt werden. Im Bereich des Stammes kann ebenfalls mit Humusgaben bis zu zweimal pro Jahr gedüngt werden. Besonders geeignet ist hierfür verrotteter Kompost.

Krankheiten des Birnbaums

Auch die Birne ist nicht resistent gegen Krankheiten, aber diese halten sich eigentlich in Grenzen. Besonders auffällig bei den Birnensorten sind die so genannten Steinzellen. Hierbei handelt es sich um ganz feste und kleine Gebilde im Fruchtfleisch. Diese sind wiederum sortenspezifisch und auch witterungsbedingt. Der Blütenstecher und der Obstbaumkrebs sind ebenfalls Krankheiten, die vermehrt bei Birnen festzustellen sind. Beim Krebs zeigen die Pflanzen in den Verästelungen Wucherungen auf, die das Wachstum gefährden und sogar ein Absterben zur Folge haben können. Ein Schädling, die Birnenblattgallmücke, richtet sehr großen Schaden an, es kommt zum gesamten Verlust des Laubes und zum Absterben des Baumes. Krankheiten des Birnbaums

Die Verwendung in der Küche ist vielfältig, die Birne eignet sich zum Kochen, Einkochen, zur Herstellung von Schnaps und zur Mostherstellung.
Wohin mit dem Fallobst?
Text: B. L.

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