Quittenbaum pflanzen

Quittenbaum mit reifen Früchten
Der Quittenbaum gehört zu den ältesten Gewächsen
der Welt - Foto: © Vladyslav Siaber

Der Standort für einen Quittenbaum ist ebenso sorgsam auszusuchen wie den Standort für einen Birnbaum. An den Boden stellt die Quitte sehr wenig Ansprüche, sie liebt alle Böden, auch nährstoffarme Böden werden bevorzugt. Der Boden sollte nur nicht zu kühl sein und auf gar keinen Fall sollte sich Staunässe bilden können. Die Quitte ist ein sehr altes Rosengewächs und zählt zu den ältesten Gewächsen der Welt.

Tipps zur Pflanzung von Quittenbäumen

Hier haben wir viele gute Tipps für die Pflanzung und die Pflege von Quittenbäumen zusammengestellt. Außerdem finden Sie hier auch eine Übersicht der Quittensorten.

Die Kultivierung und der Schnitt von Quitten

Bei der Kultivierung von Quitten gilt es aber ebenfalls einige Punkte zu beachten, wie beispielsweise die Frostempfindlichkeit. Wer über einen Garten mit Frostlage verfügen sollte, dem sei nicht geraten, mit der Kultivierung von Quitten zu beginnen. Allerdings gibt es noch eine Möglichkeit hier eine Quittenart anzubauen, die weniger frostempfindlich ist. Hierfür wäre die Apfelquitte zu empfehlen, diese lässt sich besonders einfach kultivieren. Der Schnitt von Quitten wird genauso erforderlich, allerdings sollte dieser nur in der so genannten Jungphase erfolgen. Später benötigt die Quitte keinen Rückschnitt mehr, denn die Erziehung des Holzes der Quitte ist dann bereits abgeschlossen. Man sollte die Quitte grundsätzlich immer so wachsen lassen, wie sie es selber mag, sicherlich kann der Gärtner aber die Auslichtungsschnitte vornehmen, das wird den Pflanzen in gar keinem Fall schaden. Ansonsten hat die Quitte sehr wenig Ansprüche und wird als sehr einfach zu kultivierende Pflanze beschrieben.

Krankheiten der Quitte

Auch die Quitte ist nicht gefeit vor Krankheiten, hier wäre beispielsweise der Feuerbrand zu erwähnen, der ziemlich schnell zur vollständigen Vernichtung des gesamten Baumes führen kann. Es gibt leider wirklich überhaupt keine Möglichkeit, diese Quittenkrankheit zu bekämpfen. Es gibt aber in guten Fachgeschäften Quittenbäume zu kaufen, die gegen diesen Befall resistent sind. Hier sollten zukünftige Quittenbesitzer sich unbedingt vorher kundig getan haben. Ansonsten ist der Quittenbaum als eine der robustesten Sorten überhaupt zu bezeichnen. Dies liegt ebenso an der Behaarung der Früchte. Diese Fruchtbehaarung macht es möglich, dass so gut wie keine Erreger in die Pflanze, beziehungsweise in die Frucht, eindringen können.

Die Verwendung der Quitte

Die Verwendungsmöglichkeiten für Quitten sind von unterschiedlicher Natur. Viele Menschen benutzen die Früchte als so genannte Duftspender für den Kleiderschrank. Sie legen die Früchte der Quitte einfach in den Wäscheschrank und erfreuen sich an dem herrlichen herben und frischen Duft. Wissenswert ist, dass die Früchte im rohen Zustand überhaupt nicht genießbar sind. Werden sie allerdings zu Schnaps verarbeitet, werden sie ihr volles Aroma entfalten. Besonders die verschiedenen Quittenbrände, wie sie auch jetzt schon vermehrt im Handel erhältlich sind, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Viele Menschen verarbeiten die Quitten aber auch auf die althergebrachte Weise, indem sie aus ihnen Gelee herstellen. Ganz besonders eignen sich Quitten aber genauso für die Trockenobstgewinnung. In der Neuzeit werden die Quitten sogar zur Konfektherstellung genutzt.

Die typischen Merkmale der Quitten

Die Früchte der unterschiedlichen Sorten der Quitte unterscheiden sich nicht maßgeblich. Sie sind alle birnenförmig und haben eine Größe von vier bis zwölf Zentimeter, dies richtet sich selbstverständlich nach der gewählten Sorte. Alle Quitten verfügen über ein sehr trockenes Fruchtfleisch, welches mit zahlreichen Steinzellen versehen ist. Es gibt die Sorten Bereczki, Vranje und Ronja, die wohl am bekanntesten sind. Die Ernte erfolgt im Oktober, hier hat die Quitte ihre volle Reife erreicht. Gerne werden die Quitten aber auch nur für die Verwendung im Ziergarten angepflanzt, denn sie haben so ein wundervolles Blütenkleid, dass der Nutzeffekt sehr oft in den Hintergrund gerät.
Wohin mit dem Fallobst?
Text: B. L.

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